El Dorado

Autorenwertung
  • Spielspaß
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  • Langzeitspaß
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  • Faszination
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  • Unterhaltung
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  • Verpackung
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  • Gesamt
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Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Das ist Gold wert

Dominion zu abstrakt? Genug von Deckbuildinggames, in denen man sich mit Karten, deren Nutzen man erst auf den dritten Blick versteht, überfordert? Dann vielleicht mal eine Runde Wettlauf nach El Dorado ausprobieren, einem Spiel von Großmeister Rainer Knizia (Keltis, Einfach Genial, Carcasonne und sechshundert mehr!), das der Schwere eines Deckspiels die konkrete Umsetzung gibt, in dem man aus unzähligen Feldern ein immer wieder einzigartiges Deck baut, um so ein – neudeutsch gesprochen: – Racinggame zu spielen, oder wie man früher gesagt hat: ein klassisches Würfelspiel mit Zielvorgabe, wobei hier nicht gewürfelt, sondern mit Hilfe der Deckkarten sich nach vorne bewegt wird.

Das Ganze wird umrahmt von einer einfachen Story, nämlich dem Wettlauf zum sagenhaften El Dorado-Schatz, der an zahlreichen beschwerlichen Passagen entlangläuft. Dschungel, Gesteinsfelder, Wasser oder Höhlen. Für alle braucht man dann die entsprechenden Karten bzw. Charaktere, die wiederum unterschiedliche Stärken haben. Das Spielprinzip ist von Dominion insoweit bekannt, als dass man a) ein Kartendeck hat und dieses im Lauf des Spiels erweitert und immer wieder durchmischt und b) sich jedes Mal entscheiden muss, ob man mit den Karten die Handlungen ausführt oder – da sie auch einen Kaufwert haben – neue Karten einkauft. Genau dieser wichtige Spielpunkt ist im Vergleich zu dem Kultspiel Dominion durchaus als smarter anzusehen, denn weder haben die Karten langwierige Erklärungen, die nur mit dieser oder jener Karte funktionieren, noch ist das Ganze als quasi Pseudorealität zu sehen, sondern man kauft ganz konkret eine bestimmte Persönlichkeit, die einem hilft, in seinem Wettlauf weiter nach vorne zu kommen, das nächste Feld zu überschreiten, die Hindernisse, derer es einige gibt, aufzulösen oder bestimmte Spezialfelder anzusteuern.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Interaktion. Natürlich kann man Gegnern Wege abschneiden oder versuchen an bestimmten Feldern der Erste zu sein. Es gibt aber keine Aktionskarten, die gezielt den Anderen schädigen kann. Das ist neben der durchaus einfachen und verständlichen Grundregel ein weiterer Pluspunkt, warum auch Familien hiermit glücklich werden.

Fazit:

Hat man sich einmal fest gepsielt, kommt man so schnell nicht wieder davon los. Dafür sorgen in erster Linie die tatsächlich tausendfach neu zu arrangierenden Spielaufbauten und die sich daraus ergeben Strategien des Wettlaufs. Die Deckkarten sind gut gezeichnet, übersichtlich und zum Vorteil des Spiels ziemlich klein, da man eh schon viel auf dem Platz vor sich liegen hat. Schön wäre, aber das ist mit Sicherheit nur eine Frage der Zeit bei dem Erfolg dieses Spieles, weitere Deckkarten sowie neue Spieltableaus; aber das wird sicher bald kommen. So lange kann man dieses geniale Spiel ausgiebig genießen. Sicherlich wird es bald einen Platz in der Gilde der besten deutschen Spiele haben.

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