Elect the Dead Symphony

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Songtexte
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  • Melodien
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  • Anspruch
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Wolfi | Rezensionsdatum:

Elect the Dead Symphony von

Trackliste
01 – Feed us
02 – Blue
03 – Sky is over
04 – Lie lie lie
05 – Money
06 – Baby
07 – Gate 21
08 – The charade
09 – Honkin antilope
10 – Saving us
11 – Elect the dead
12 – Falling stars
13 – Beethoven’s c**t
14 – Empty walls

Der Künstler
Kaum ein Sänger auf diesem Planeten hat solch eine Unverwechselbarkeit in seiner Stimme wie der Frontmann der armenisch-amerikanischen Alternative Metal Band „System of A Down“, die sich mittlerweile seit einigen Jahren eine „kreative Pause“ gönnen, in der sich die einzelnen Bandmitglieder um ihre jeweiligen Nebenprojekte kümmern. Während Gitarrist Daron Malakian und Drummer John Dolmayan sich ihrer Zweitband „Scars on Broadway“ widmeten und Bassist Shavo Odadjian die Filmwelt für sich entdeckte, spielte Sänger Serj 2007 sein Zweitlingswerk „Elect the Dead“ ein.

Tankian, wie alle Bandmitglieder armenischer Herkunft, wurde 1967 im Libanon geboren, zog mit seiner Familie aber schon im Kindergartenalter nach L.A., wo er nicht nur mit Metal- und Punkmusik in Berührung kam, sondern auch seine späteren Bandkollegen Daron  und Shavo kennenlernte. Tankians Musik ist seit jeher geprägt von folkloristischen und orientalischen Einflüssen sowie klassischen Elementen. Er arbeitete unter anderem mit experimentellen Künstlern wie dem Gitarrenvirtuosen „Buckethead“, der französischen Chanson-Popgruppe „Les Rita Mitsouko“ und HipHop / R’n’B-Altmeister Wyclef Jean zusammen.

Das Album
Die Idee, ein Metalalbum mit einem Symphonieorchester neu einzuspielen, ist nicht neu – siehe Metallicas legendäres „S&M“-Album von 1999. Tatsächlich gelingt es hier dem Auckland Philharmonica Orchestra, Tankians Songs durch den Einsatz der Streichinstrumente in einem gänzlich neuen Licht scheinen zu lassen. Ein hervorzuhebender Aspekt ist auch, dass die klassischen Instrumente nicht dazu führen, dass die Songs, die in der „normalen“ Version bereits deutlich weniger Härte und Aggression versprühen als man es von „System Of A Down“-Alben kennt, ins Kitschige abdriften. Das Orchester unterstreicht nur die Stimme Tankians und überdeckt sie nicht.

Am besten gelungen ist der Mix aus Klassik und Rock bei der Leadsingle „Empty walls“, die sich mit den Folgen des 11. Septembers auseinandersetzt, und dem Opener „Feed us“, der sich mit einer Laufzeit von mehr als sieben Minuten die gebührende Zeit nimmt, das Gesamtwerk einzuläuten. Nur ein Lied von der Basis-LP schaffte es nicht auf die Klassikversion („Praise the lord“), was aber auch beim besten Willen kaum orchestral umsetzbar gewesen wäre. Dafür findet man mit „Gate 21“ und „The charade“ zwei völlig neue Titel auf der Platte und mit „Blue“ hat es sogar eine Demoversion aus alten „System of a Down“ Tagen noch mit auf das Album geschafft.

Fazit
Egal ob man das Original schon kennt oder nicht – die Symphonie-Ausgabe von „Elect the Dead“ ist in jedem Fall ihr 0Geld wert. Im Gegensatz zu den inzwischen doch sehr abgenutzten „Unplugged“-Versionen unzähliger Alben traut sich Serj Tankian mit seinem Album in die Welt der klassischen Musik vorzustoßen. Für diejenigen, die von der Audioversion der Platte nicht genug kriegen können, ist auch eine Deluxeausgabe mit DVD erhältlich, die den ungeschnitttenen Auftritt in Auckland, Neuseeland, enthält. Wer mit anspruchsvollem Rock, gepaart mit klassischen Momenten, etwas anfangen kann, dem ist „Elect the Dead Symphony“ wärmstens zu empfehlen.

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