Enter the Chicken

Autorenwertung
  • Sound
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  • Melodien
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  • Unterhaltung
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  • Abwechslung
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  • Gesamt
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Rezension von: Wolfi | Rezensionsdatum:

Enter the Chicken von

Trackliste
01 – Intro
02 – We are one
03 – Botnus
04 – Three fingers
05 – Running from the light
06 – Coma
07 – Waiting hare
08 – Interlude
09 – Funbus
10 – The hand
11 – Nottingham Lace

Der Künstler
Der Name „Buckethead“ kommt nicht von ungefähr – schließlich tritt der Gitarrenvirtuose Brian Carroll seit Beginn seiner Karriere mit einem Essenseimer einer namhaften amerikanischen Fastfoodkette auf dem Kopf und einer ausdruckslosen weißen Plastikmaske vor dem Gesicht auf. So ausgefallen sein Bühnenoutfit ist, so ausgefallen ist auch sein Musikstil. Seine zahllosen Werke (seit 2001 über 40 LPs) in eine Schublade zu stecken ist völlig unmöglich. Buckethead, der vorrangig für sein exaltiertes Gitarrenspiel bekannt ist, beherrscht nebenbei auch noch das Schlagzeug, das Klavier, die Orgel und diverse Saiteninstrumente (Bass, Mandoline, etc.) – ein Vollblutmusiker durch und durch!

Das Album
Wüsste man es nicht besser – man würde niemals glauben, dass dieses Album von ein und demselben Künstler ist. Die Tracks unterscheiden sich wie Tag und Nacht, das Repertoire reicht von Ambient bis Thrash Metal, von orientalischem Chanson bis hin zu elektronischem Trip-Hop. Eine Premiere in der Karriere von „Buckethead“ stellt die Tatsache dar, dass zum ersten Mal Gastsänger ins Boot geholt wurden, die Songs also nicht mehr wie bisher vollinstrumental sind. Veröffentlicht wurde „Enter the Chicken“ über das Label von „System of a Down“-Vocalist Serj Tankian, der bekanntlich musikalischen Experimenten gegenüber nicht abgeneigt ist. Nach dem Intro gibt es gleich ein mächtiges Metalbrett auf die Ohren, bei dem Tankian höchstpersönlich den Gesangspart übernommen hat und das so auch auf jedem „System of a Down“ Album seinen Platz finden könnte.

„Botnus“ legt nochmal einen Tick an Härte zu und könnte auch von „Cradle of Filth“ und Konsorten stammen. „Three Fingers“ dagegen ist sehr Hip Hop-lastig und erinnert an „Cypress Hill“ oder die legendäre „Run DMC“ / „Aerosmith“ Kollaboration. „Running from the light“ stellt dann vollends die 180 Grad-Wende im Vergleich zu den Anfangstracks dar und erinnert an „Portishead“ oder „Air“ – ein Popsong mit einer soften Chill-Out-Note versehen. Die iranische Sängerin Azam Ali steuert die Vocals für „Coma“ bei – wiederum ein loungiger Track ohne jegliche harte Gitarrenriffs mit Ähnlichkeiten zu Enigma und ähnlicher Ethno-Musik.

„Waiting hare“ ist ein absolut radiotauglicher Pop-Rock-Song, bei dem wiederum Tankian seine Finger im Spiel hat. Gerade, als man sich an die smoothen Klänge gewöhnt hat, kommen die verstörenden Gitarrenriffs von „Funbus“ und „The Hand“, teilweise sehr gewöhnungsbedürftig und sicherlich nicht für jedermann geeignet, mit voller Wucht als feinster Metal daher. Abgerundet wird die LP von „Nottingham Lace“, dem einzigen Instrumentalsong auf „Enter the Chicken“.

Fazit

„Slayer“ gewürzt mit „Public Enemy“ abgeschmeckt mit einer Prise „System of a Down“ und als Garnitur eine ordentliche Portion „Enya“ – fertig ist das Meisterwerk, welches Brian Carroll mit „Enter the Chicken“ abliefert. Selten hat man solch eine Bandbreite an musikalischer Variabilität auf eine CD gepresst vorgefunden. Währen der Anfang und Schluss jeden knochenharten Metaller zufriedenstellen wird, sorgen die Tracks im mittleren Teil für relaxtes Chill-Out-Feeling – nicht minder gut produziert. Als Resultat könnte man „Buckethead“ als den „Carlos Santana des Undergrounds“ bezeichnen. Diese Platte hätte den Mainstreamdurchbruch zweifelsohne verdient.

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