Erasure – Wonderland

Autorenwertung
  • Sound
    ein Buchein Buchein Buchhalbes Buchkein Buch
  • Hörspaß
    ein Buchein Buchein Buchein Buchkein Buch
  • Melodie
    ein Buchein Buchein Buchein Buchkein Buch
  • Songtexte
    ein Buchein Buchein Buchhalbes Buchkein Buch
  • Produktion
    ein Buchein Buchein Buchhalbes Buchkein Buch
  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne
Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Wonderland

  1. Who Needs Love (Like That)
  2. Reunion
  3. Cry So Easy
  4. Push Me Shove Me
  5. Heavenly Action
  6. Say What
  7. Love Is A Loser
  8. Senseless
  9. May Heart…So Blue
  10. Oh L’Amour
  11. Pistol
  12. Say What (Remix)
  13. Senseless (Remix)

Wonderland, das Album

Mit Wonderland startete das Synthpop-Duo Erasure 1986 seine fulminante Karriere. Zu ihrem Markenzeichen die sehr verspielten, eingängige Melodien, für die sich der Synthie-Experte Vince Clarke verantwortlich zeichnet und die einfühlsame, soulige Stimme des extrovertierten Sängers Andy Bell. Lyrisch geht es um althergebrachte Themen wie Liebe, Verlust oder einfach nur dem Spaß am Leben. Wonderland ist produktionstechnisch noch um einiges reduzierter als die folgenden Werke Erasures, man kann schon sagen, dass dieser Erstling am ehesten noch in die Nähe von Vince Clarkes alter Formation Yazoo anzusiedeln ist, obwohl es insgesamt poppiger klingt, auch Andy Bells Stimme ist der einer Alison Moyet nicht ganz unähnlich. Man merkt aber schon beim erstmaligen Hören des Albums, das diese beiden Künstler wunderbar zusammen harmonieren, hatte doch Vince Clarke vor Erasure schon in mehreren kurzlebigen Projekten immer nach der perfekten Stimme gesucht – mit Andy Bell ist er nun fündig geworden.

Auch das schöne, schlichte Cover des Albums kann Pluspunkte einheimsen, es scheint direkt aus einem Märchenbuch entnommen zu sein, so verwundert es auch nicht, dass im Inlay der CD ein Foto der beiden Musiker zu sehen ist, das die beiden beim Schmöckern in ein eben solches zeigt.

Die Songs sind allesamt sehr eingängig und gehen sofort ins Ohr. Zu den Highlights gehören „Reunion“, „Cry So Easy“, aber vor allem der sehr gefühlvolle Lovesong „Oh L’Amour“, der mit einem wunderschönen Synthiehook aufwartet und zu den besten Singles zählt, die das Duo veröffentlicht hat. Was man von ja von den übrigen Singles  nicht unbedingt behaupten kann: „Who Needs Love (Like That)“  besitzt  einen hohen Nervfaktor, der Refrain zu „Heavenly Action“ ist zu eintönig, sodass man bald genug von dem Stück hat. „Push Me Shove Me“ hätte damals auch auf einer Yazoo-Platte erscheinen können, die Art des Songarrangements ist sehr ähnlich, doch bleibt der Song mit einem guten Gesamteindruck im Gedächtnis zurück. Der wohl schlechteste Song auf Wonderland ist ohne Zweifel „Pistol“ der mir einfach zu platt klingt und auch nicht so ausgefeilt daherkommt wie die anderen Stücke.

Fazit

Wonderland ist ein gutes Debutalbum der Synthie-Popper. Es gibt ein paar echte Highlights wie die erwähnten Stücke, aber auch viel Durchschnittsware („Heavenly Action“, „Sexuality“)  und ein paar Durchhänger („Say What“, „Senseless“). Das Album hat einen guten Ansatz und weist in die richtige Richtung, hier ist bereits eine Qualität vorhanden, die auf den folgenden Werken der Gruppe noch perfektioniert wurde. Für jeden New Wave-Fan absolut empfehlenswert.

Wie bewerten Sie dieses Produkt?

Ihre Bewertung
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...

Schreiben Sie einen Kommentar