Ernst Hinrichs Kleine Geschichte Frankreichs

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

(Herausgeber): Kleine Geschichte Frankreichs

Dieses Geschichtsbuch ist 1994 im Philipp Reclam jun. Verlag aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart erschienen. Es ist 472 Seiten dick und gehört, wie an der zitronengelben Farbe des Buchdeckels für den Buchliebhaber leicht zu erkennen ist, zur „Universal-Bibliothek“ von Reclam. Dort trägt es die Nummer 9333.

Neben dem Herausgeber steuern Heinz-Gerhard Haupt, Stefan Martens, Heribert Müller, Bernd Schneidmüller und Charlotte Tacke – laut Inhaltsangabe allesamt „Fachleute“ – geschichtswissenschaftliche Fachartikel bei. Sie sind mit Überschriften wie „Renaissance, Religionskriege und Begründung der absoluten Monarchie (1498 – 1661)“ oder „Von der Französischen Revolution bis zum Ende der Julimonarchie (1789 – 1848)“ versehen.

Schaut man sich als interessierter Leser die Beiträge näher an, werden zwei Punkte schnell deutlich.

Inhalt des Buches

Erster Punkt: Hier liegt eine chronologische Beschreibung der französischen Geschichte von ihren Anfangstagen an vor. An einer Stelle kann ich den Leser dieser Buchbesprechung beruhigen. Hier geht es nicht um Gallien. Das stellen Goscinny & Uderzo mit ihren Geschichten um Asterix & Obelix viel besser vor. In dem Reclamheft beginnt die französische Geschichte mit der Gründung und Etablierung des westfränkischen Reiches im 9. Jahrhundert. Die Geschichtsschreibung endet Ende des 20. Jahrhunderts bei Francois Mitterand.

Zweites Gestaltungsmerkmal: Jeder Beitrag ist in dei Gliederungselemente Epochenüberblick, chronologische Tabelle, Darstellung und Bibliographie unterteilt.

Dritte Auffälligkeit: Trotz der königlichen Stammbäume und Zeittafeln ist das Buch eine reine Bleiwüste. Abbildungen von historischen Ereignissen und bedeutsamen Gebäuden oder wichtigen Politikern fehlen also völlig.  „Aber, aber,“ kann man dem nun entgegenhalten, „wir wissen doch, wie Ludwig XIV und Mitterand ausgesehen haben.“ Ja, das stimmt wohl schon. Aber allein schon bei der Revolution von 1789 und ihren Akteuren wären ein paar Bilder schon schön gewesen, um nur ein Beispiel zu bringen.

Vierte Auffälligkeit: Der französische Kolonialismus wird hier nicht thematisiert. Die Texte beschränken sich auf das Kernland in Europa. So kommen Themen wie Vietnam oder der Algerienkrieg bestenfalls am Rande vor.

Eine Beschreibung

Das Buch bietet einen umfangreichen und gründlichen Überblick über die Geschichte des westlichen Nachbarn Deutschlands. Die Ausführungen sind leicht verständlich geschrieben und somit auch für den wissenschaftlichen Laien  gut geeignet. Wer nicht zu sehr ins Detail gehen möchte, dem bieten die Epochenüberblicke und chronologischen Tabellen einen gute Zusammenfassung des jeweiligen Zeitalters.

Ein Fazit

Der Reclam-Verlag hat schon mehrere Bücher herausgegeben, in der die Geschichte europäischer Staaten vorgestellt werden. Das vorliegende Werk entspricht dem vorgegebenen Standard. Das Buch ist insofern auch gut für Schüler geeignet, als daß ja insbesondere die Französische Revolution ausführlich in der Schule behandelt wird.

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