Europa im Jahrhundert der Aufklärung

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Europa im Jahrhundert der Aufklärung

Barbara Stollberg-Rilinger. Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag 2000, Taschenbuch, 408 Seiten, € 8,80

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Europa im Jahrhundert der Aufklärung

Die politische, soziale und geistige Bewegung der Aufklärung ist nach Einschätzung des Verlages ein rein europäisches Phänomen. Dementsprechend verlieh die Aufklärung ganz Europa im 18. Jahrhundert ihre charakteristischen Züge. Die Verfasserin kümmerte sich bei ihren Recherchen und beim Schreiben weniger um nationale Eigenheiten. Die gemeinsame Grundstrukturen bis in alle Lebensbereiche hinein standen im Vordergrund.

Folgt man der Inhaltsangabe auf dem hinteren gelben Buchdeckel, ist das Resultat eine „höchst differenzierte systematische Darstellung, bei der das komplexe Zeitalter der Aufklärung unter sehr vielen und sehr verschiedenartigen Aspekten“ vorgestellt wird, wie es dort heißt.

Das Buch ist 408 Seiten dick und erschien im Jahre 2000 im Reclam-Verlag. Es gehört zur `schen „Universal-Bibliothek“ und trägt dort die Nummer 17025.

Die Autorin

Stollberg-Rilinger studierte Geschichte und Germanistik in Köln. Das 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien 1980, Promotion 1985, Habilitation in Neuerer Geschichte 1994, PRofessorin für Neuere Geschichte (Schwerpunkt Frühe Neuzeit) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sind ihre weiteren Stationen.

Die Beschreibung

Erste Beobachtung: Das Buch ist inhaltlich dreigeteilt. Der erste Teil heißt „Darstellung“. Staatsform, Wirtschaft, Wissenschaft, Philosophie und gesellschaftliche Strukturen – sie werden hier in 9 Kapiteln allgemein besprochen.

Der zweite Teil ist mit „Aspekte Widersprüche und Ambivalenzen der Aufklärung“ überschrieben. Hier werden Teilbereiche – etwa die Menschen- und Bürgerrechte – genauer besprochen.

Der dritte un abschließende Teil bietet umfangreiches Quellenmaterial. Hier kommen Autoren wie Immanuel Kant, Adam Smith, Chretien Guillaume de Lamoignon de Malesherbes, Voltaire, Jean-Jacques Rousseau und Georg Christoph Lichtenberg mit ihren ideengeschichtlich interessanten Werken zu Wort.

Zweite Beobachtung: Das Buch ist zum Glück keine reine Bleiwüste. Zeittafeln geben einen Überblick über die wichtigen Ereignisse aus jenen Tagen; historische Schwarzweißzeichnungen sollen die Ausführungen ergänzen. Das Werk ist also an diesen Stellen schon anschaulich geraten.

Dritte Beobachtung: Trotz der akademischen (oder vielleicht auch wegen?) Herkunft der Autorin ist da Buch leicht verständlich geschrieben. Somit kann auch der wissenschaftliche Laie, der sich für historische Themen interessiert, ganz leicht einen Zugang zu den Ausführungen verschaffen.

Dies gilt zumindest für die Stollberg-Rilingerschen Ausführungen. Bei den historischen Quellen sieht das natürlich schon ein wenig anders aus. Insbesondere bei den philosophischen Traktaten sind Sprache und Satzbau selbst dann, wenn sie in modernes Deutsch übertragen wurden, oft so kompliziert, daß man sich schon sehr intensiv damit auseinandersetzen muß.

Das Fazit

Zumindest derjenige Teil, der aus der Feder von Stollberg-Rilinger selbst stammt, ist interessant, gut lesbar und auch für einen geschichtlich interessierten Leser brauchbar. Bei den Quellen muß schon ein geistiger Zugang zu historischen Texten vorhanden sind.

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