Ewige Treue

Autorenwertung
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  • Charaktere
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  • Übersetzungsqualität
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  • Verstrickungen
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  • Gesamt
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Ewige Treue

Christoph Göhler (Übersetzer). Blanvalet Verlag 2010, Gebundene Ausgabe, 512 Seiten, € 14,90

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Ewige Treue von

Inhalt
Griff Burkett ist ein ehemaliger Profi-Footballspieler, der 5 Jahre im Gefängnis eine Strafe wegen Spielschieberei, unlautere Wetten usw. absitzen mußte. Eine Anklage wegen Mordes an einem Mafiosihelfer war jedoch fallengelassen worden. Am Tag seiner Freilassung wartet vor dem Gefängnis der korrupte, rachsüchtige und gewalttätige Polizist Stanley Rodarte auf ihn und signalisiert ihm, daß er ihn fertigmachen will. Burkett hingegen möchte keinen Streit mehr, sondern ein neues Leben anfangen und fährt mit seinem Anwalt, der ihn abgeholt hat, in sein neues, bescheidenes Zuhause. Zuvor hatte der Anwalt, um alle Schulden für ihn zu begleichen, sein Hab und Gut verkaufen müssen.

In dieser schwierigen Situation bekommt er vonFoster Speakman, einem texanischen Millionär und Inhaber der Fluglinie Sun South und seiner Ehefrau Laura ein pikantes aber lukratives Angebot: Da er aufgrund seiner Querschnittslähmung (verursacht durch einen Autounfall, bei dem seine Frau am Steuer gesessen hatte, obwohl diese den Unfall nicht verschuldet hat) zeugungsunfähig ist, aber die beiden unbedingt ein Kind haben möchten, soll Burkett mit Laura auf „natürlichem“ Wege ein Kind zeugen. Burkett ist biologisch ein Prachtexemplar eines Mannes und sieht äußerlich dem Industriellen auch entfernt ähnlich. Die vorgeschlagene Vergütung (100.000 USD bei Abschluß, o,5 Mio. USD bei Schwangerschaft und dann jährlich zum Geburtstag des Kindes jeweils 1 Mio. USD) läßt Burkett den ihn ansonsten eher abstoßenden Vorschlag annehmen. Wichtige Bedingung bei dem Deal ist, daß er absolut geheim bleiben muß und er auch in Zukunft so tun muß, als würde er die beiden nicht kennen. Laura ist eine schöne Frau, die schon zuvor in der Firma ihres Mannes gearbeitet hat und nun mehr und mehr Aufgaben von diesem übernimmt.

Die Treffen der beiden – Laura und Burkett – verlaufen ohne Gespräche, sondern sind rein auf den Zeugungsakt beschränkt. Da dies auch schmerzhaft für Laura ist, fühlt sich Burkett schlecht und versucht alles, um die Situation angenehmer für Laura zu machen.

Parallel wird er gnadenlos von Rodarte verfolgt, der auch seine Freunde und Bekannten nicht verschont. So wird eine gute Freundin von ihm, eine Edelprostituierte, so verprügelt, daß sie monatelange Behandlung braucht. Auch ansonsten fühlt sich Burkett sehr einsam, denn seine Zieheltern (seine Mutter machte sich aus dem Staub, als er 15 war) sind aufgrund seines Verhaltens enttäuscht von ihm, ehemalige Freunde und Weggefährten wollen nichts mehr von ihm wissen, da er das Spiel und sich selbst als Idol verraten hat.

Schließlich ist Laura schwanger und Speakman lädt Burkett ein zweites Mal zu sich in seine Villa ein, um die Schwangerschaft zu feiern und ihm gleichzeitig die versprochenen 0,5 Mio USD in bar zu übergeben. Burkett empfindet das Verhalten Speakmans, der sich über Burkett plötzlich lustig macht und ihn in Wut bringen will, sehr seltsam und wird saurer und saurer. Dabei spielt er mit einem scharfen Brieföffner. Speakman stirbt an einer Stichverletzung, Burkett und Speakmans Butler Manuel verschwinden, aber der Leser erfährt nicht, ob und warum Burkett, der nun eigentlich alles hat (bis auf Laura, in die er sich verliebt hat), Speakman getötet hat. Als Leser hofft man natürlich, daß er unschuldig ist, auch wenn Speakman die Situation provoziert hat.

Burkett „entführt“ Laura und macht sich auf die Suche nach Manuel, um die wahren Begebenheiten des Mordes ans Licht zu bringen. Erst gegen Ende erfährt der Leser,daß Manuel von Speakman gesagt worden war, daß er Burkett umbringen soll, da Speakman – der zudem an einer Zwangsneurose leidet – Laura noch mehr Schuldgefühle oktroieren will. Durch seine Zwangsneurose glaubt er nämlich, daß, weil Laura statt seiner an dem Abend des Unfalls gefahren ist, die Katastrophe verursacht wurde.

Auch Rondarte macht sich auf die Suche nach Manuel, aber nur, um ihn zu beseitigen, damit nicht Burketts Unschuld bewiesen werden kann. Es kommt zu einem Countdown auf einem einsamen Hof mit den drei Personen….

Fazit
Die Autorin Sandra Brown ist Anfang der 80er Jahre mit Liebesromanen bekannt geworden, seit 1995 schreibt sie jedoch genauso erfolgreich Thriller mit einem – je nach Roman – mehr oder weniger erotischem Touch. Insgesamt gibt es weit über 50 veröffentlichte Romane von ihr und meine Erfahrung bislang war, dass man jedes Buch von ihr ungeprüft kaufen kann, weil es absolut lesenswert ist. Auch das hier vorliegende Buch liest sich trotz seiner 500 Seiten sehr schnell und man mag es kaum aus der Hand legen.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch: Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich diesmal das etwas willkürlich anmutende Zurückhalten von Informationen über den wirklichen Tathergang und andere Situationen. Es ist klar, dass der Leser nicht alles wissen darf, damit die Spannung bleibt, aber für mein Gefühl war es in diesem Roman ein bisschen zu stark aufgetragen. Man hätte den Leser beispielsweise ruhig bewusst einweihen können (vermutet hat er es ja sowieso), dass Griff Burkett nicht der Mörder ist. Das hätte meines Erachtens nach dem Spannungsverlauf keinen Abbruch getan. Stattdessen wird immer wieder auf Pseudorückblenden zurückgegriffen, um eine schon beschriebene Situation nochmals – nun aus der richtigen Perspektive – zu schildern.

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