Eyes Wide Shut

Autorenwertung
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  • Charaktere
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  • Anspruch
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  • Gesamt
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Eyes Wide Shut [VHS]

Tom Cruise (Hauptdarsteller). Warner Home Video 2001, Videokassette, € 3,99

Rezension von: istillreadbooks | Rezensionsdatum:

Eyes Wide Shut

Inhalt
In einer Winternacht gesteht Alice (), aufgelockert durch einen Joint, ihrem Mann, dem angesehenen Arzt Bill Harford, dass Sie einmal daran gedacht hat, ihn für einen ihr völlig fremden Marineoffizier zu verlassen. Seither hat Alice erotische Träume, in denen Sie eine freizügige Beziehung mit dem Marineoffizier eingegangen ist. Gleichzeitig wird sie jedoch auch immer wieder von merkwürdigen Alpträumen verfolgt.

Bill ist durch Alices Geständnis so verwirrt, dass er sich 2 Tage lang durch New York treiben lässt – auf der Suche nach etwas, von dem er selbst nicht genau weiß, was es überhaupt ist. Als Bill einen alten Freund aus Studentenzeiten wiedertrifft, erzählt dieser ihm widerwillig, dass er sein Geld als Pianist auf sehr zwielichtigen, streng geheimen Veranstaltungen verdient. Bill überredet seinen Freund, ihm das Passwort für eine dieser streng geheimen Partys zu verraten, und schließlich besucht Bill kostümiert und maskiert eine dieser Veranstaltungen. Doch Bill ist zunächst nicht klar, auf was er sich eingelassen hat – der Besuch der „geheimen Party“ belastet nicht nur Alices und Bills Ehe, sondern Bill wird durch seine Sorglosigkeit und Disziplinlosigkeit sogar noch in einen äußerst mysteriösen Todesfall verwickelt…

Das letzte Meisterwerk von – beeindruckend und zugleich verstörend
Für seinen 13. und letzten Film hat Stanley Kubrick sich viel Zeit gelassen – nach „Full Metal Jacket“ beschreitet Kubrick mit „Eyes Wide Shut“ noch einmal ein völlig anderes Genre – „Eyes Wide Shut“ ist in gewisser Weise ein Psychodrama, doch die Deutung des Geschehens überlässt Kubrick dem Zuschauer selbst. Der Verlauf der Handlung setzt relativ unspektakulär ein, und die Beziehung von Bill und Alice wirkt sogar auch auf den zweiten Blick noch relativ harmonisch, da Kubrick darstellt, dass die beiden sich trotz unterschiedlicher Probleme und Ansichten treu sind, und dass die vorhandenen Probleme keine Differenzen sind, die sich nicht überbrücken lassen.

Dennoch erscheint der Hauptprotagonist Bill Harford von Anfang an merkwürdig steril und gesichtlos, was jedoch bewusst von Kubrick als Stilmittel eingesetzt wird. Bill Harfords Leben ist durch und durch geplant, organisiert und verläuft stets nach dem gleichen Muster. Bill wirkt „standardisiert“ und ersetzbar, ein Mensch der hauptsächlich aus Begierden und der Angst vor dem Versagen besteht. Er geht in seinem Beruf als Arzt voll und ganz auf, doch als er eines Tages seinen alten Freund Nick Nightingale wiedertrifft, lässt er sich für einige Tage treiben, in der Hoffnung, endlich das zu finden, was ihm fehlt. Doch das, was vielversprechend beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zu einem Horrortrip. So baut „Eyes Wide Shut“ mehr und mehr eine beklemmende Spannung auf, Kubrick spielt mit den Ängsten und Fragen der Zuschauer, und der Film entwickelt sich von der anfangs harmlosen Liebesgeschichte hin zum psychologischen Alptraum auf Messers Schneide.

Fazit
Kubricks letztes Werk ist die Verfilmung von Arthur Schnitzlers psychologischem Werk „Traumnovelle“. Mit der Veröffentlichung eines gewagten Trailers und der Entscheidung, den Film 1999, am Ende des „Jahrhunderts der Psychoanalyse“ zu veröffentlichen gelang es Kubrick, sein Lebenswerk mit einem phänomenalen Erfolg zu krönen. Sowohl vom Publikum als auch von der Kritik wurde „Eyes Wide Shut“ begeistert aufgenommen. Und der Film ist wahrlich ein Meisterwerk – sicher ist er außergewöhnlich, und für Menschen, die keine Filme mit offenem Ende und vielen offenen Fragen mögen, ist der Film sicher auch nur bedingt sehenswert – allen anderen sei dieser Film jedoch ausdrücklich empfohlen!

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