Falco – Einzelhaft

Autorenwertung
  • Sound
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  • Songtexte
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  • Produktion
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  • Melodie
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  • Gesamt
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Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Einzelhaft

  1. Zuviel Hitze
  2. Der Kommissar
  3. Siebzehn Jahr
  4. Auf Der Flucht
  5. Ganz Wien
  6. Maschine Brennt
  7. Hinter Uns Die Sinnflut
  8. Nie Mehr Schule
  9. Helden Von Heute
  10. Einzelhaft

Also ich Einzelhaft vor ein paar Jahren das erste Mal hörte, war ich doch recht erstaunt, wie anders dieses Album  im Vergleich zu den anderen Falco-Werken  ist. Kennt man Falco landläufig  als Enfant Terrible der Wiener Schickeria, gibt er sich auf Einzelhaft ungewohnt nachdenklich.

Erschienen ist das Album damals 1982 also mitten in die Zeit als und Post Punk ihrem Höhepunkt entgegen steuerte. Großes Vorbild für Falco war damals David Bowie, was sich unbestritten im Sound wiederspiegelte. Viele der Titel auf Einzelhaft erinnern sehr stark an Bowies Berlin Alben wie „Low“ oder „Heroes“, nicht umsonst gibt es ein Stück mit dem treffenden Titel „Helden von Heute“, das  sehr stark an Bowies Original angelehnt ist. Auch musikalisch gibt es einige Parallelen, so hat man beim Hören ständig das Gefühl, moment mal das kenn ich doch.

„Elektronic-Rock“

Wie in Bowies Berlin-Trilogie, gibt es auf Einzelhaft musikalisch recht ähnliche soundspielereien, die man getrost als eine Art Elektronic-Rock bezeichnen, könnte, da es für den Begriff wie z.B. New Wave doch einfach rock-orientierter her geht. Auch gibt es hier und da immer gewisse Einsprengsel, die man als Bowie-Fan einfach kennt und die Anspielung sofort versteht. Zum Glück klaut Falco nicht einfach ungeniert, sondern webt die Einflüsse zu einem interessanten Soundteppich zusammen, der für die damalige Zeit sicherlich innovativ war.

Was Einzelhaft aber überdies zu etwas besonderen macht, ist Falcos ganz eigene Art die Botschaft eines Liedes zu transportieren, durch seinen Sprechgesang hob er sich schon damals von der Masse vergleichbarer Interpreten ab. Hörte man einen Falcosong, wusste man sofort wer da sang.

Der bekannteste Song aus dem Album ist ganz ohne Zweifel „Der Kommissar“, wer kennt es nicht das berühmte „Kinderlied“. So eingängig  wie das sind die anderen Lieder aber nicht, von daher sollte man sich schon ein bisschen Zeit nehmen um dieses Album auch entsprechend würdigen zu können. Insgesamt herrscht in den Stücken eine doch sehr desillusionierte Stimmung vor, die vor allem in den Stücken „Zuviel Hitze “ und dem Titelsong zum Ausdruck kommt, abgesehen von dem etwas albernen „Nie Mehr Schule“, was man in dieser Form  heute wohl nicht mehr bringen könnte, sind die Songs sehr gelungen.

Fazit
Daher empfehle ich jedem, der sich für gut gemacht Popmusik interessiert einmal in Falcos Debut reinzuhören, er wird es nicht bereuen.

 

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