Fallen

Autorenwertung
  • Sound
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  • Unterhaltung
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  • Abwechslung
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  • Melodien
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  • Gesamt
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Fallen

Evanescence. EMI (Universal Music) 2009, Audio CD, € 14,70

Rezension von: Wolfi | Rezensionsdatum:

Fallen von

Trackliste
01 – Going under
02 – Bring me to life
03 – Everybody’s fool
04 – My immortal
05 – Haunted
06 – Tourniquet
07 – Imaginary
08 – Taking over me
09 – Hello
10 – My last breath
11 – Whisper

Die Künstler
Was macht man, wenn man eine Band gegründet und tolle Songs geschrieben hat, aber ein ganz gewaltiges Problem hat: es lässt sich einfach kein passender Bandname finden. Amy Lee und Ben Moody haben den simpelsten Weg gewählt: Wörterbuch auf, Augen zu, und irgendwo den Finger rein – und dabei heraus kam: Evanescence, was etwa „dahinschwinden“ bedeutet. So weit, so sinnlos. Der Erfolg der Band mit dem etwas eigenwilligen Bandnamen lässt sich aber sehen: 14 Millionen Verkäufe des Erstlings, über 100 Wochen in den US-Albumcharts, und eine Single, die ein globaler Hit war und unter anderem in Großbritannien Platz eins erklomm. Leider kam es nach den ersten Erfolgen zu Differenzen innerhalb der Band, so dass Moody, Gitarrist und Mastermind der Band, Evanescence verließ und es als Solokünstler versuchte.

Das Album
Der Stil lässt sich am besten als eine Mixtur aus Gothic, Metal, Emo und orchestraler Klassik beschreiben. Die Grundstimmung ist von einer düsteren Atmosphäre geprägt, trotzdem sind die Songs kraftvoll und haben in Anbetracht der Tatsache, dass der Gesang von Amy im Vergleich zu beispielsweise Sandra Nasic von den Guano Apes eher opernhaft daherkommt, einiges an Power. Leider driftet das Album von Zeit zu Zeit in fast schon beweihräuchernde Melancholie ab.

Der Opener des Albums, „Going under“, ist eher missraten. Einfallsloser Melodic-Rock ohne Pepp und Innovationen. Dann folgt allerdings schon „Bring me to life“, welches in Zusammenarbeit mit Paul McCoy von den „12 Stones“ entstanden ist. Ein eingängiger Refrain im Wechselgang und Pianoklänge. Auch „Everybody’s fool“ weiß zu überzeugen. Das Problem der Platte ist allerdings, dass man zu ziemlich jedem Song das selbe schreiben könnte. Denn Abwechslung scheint nicht gerade die größte Prämisse der Band zu sein. Allein die Balladen „My Immortal“ und „Hello“, eine Widmung an Amys verstorbene Schwester, bieten etwas Abwechslung.

Fazit
Nightwish lässt grüßen! Echte Metalfans werden mit diesem Werk wohl nicht viel am Hut haben. Zu balladesk und kitschig kommen die Songs zeitweise daher. Fans von HIM, Within Temptation oder Lacuna Coil werden allerdings ihre wahre Freude an „Fallen“ haben. Das Rad neu erfunden hat das Duo Lee / Moody aber nicht. Nichts, was nicht schon einmal dagewesen wäre. Die Platte bietet allenfalls Hard Rock für die Bravo-Generation.

Nach dem Ausstieg von Ben Moody haben Evanescence (nach einem weiteren Album) dann auch ihrem Namen alle Ehre gemacht – und sind dahingeschwunden. Für 2010 hat Amy Lee allerdings eine neue CD angekündigt – statt Gothic-Emo-Klassik-Mischmasch soll es dann Synthiepop im Stil von Massive Attack geben. Man darf gespannt sein. Nicht mehr von der Partie sein wird wie erwähnt Ben Moody, der inzwischen Produzent von Popgrößen wie Anastacia und „American Idol“-Siegerin Kelly Clarkson ist.

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