Farbenspiel

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Farbenspiel

Helene Fischer. Polydor (Universal Music) 2013, Audio CD, € 5,99

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DAS POTENTIAL WIEDER NICHT AUSGESCHÖPFT!

Die Sängerin:

Mit fünf Alben avancierte die in Russland geborene Sängerin zu Deutschlands erfolgreichster Schlagerprinzessin. Nach der Schule absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Musicaldarstellerin und trat unter anderem in der Rocky Horror Show am Staatstheater in Darmstadt auf. Entdeckt und gefördert wurde sie von Jean Frankfurter, der als Produzent und Komponist für zahlreiche Hits von ihr verantwortlich ist. Es begann eine Erfolgsgeschichte, die Helene Fischer zahlreiche Goldene Schallplatten und Auszeichnungen wie die Goldene Kamera oder den Echo bescherte. Durch ihre spektakulären Liveshows zählt sie zu den ganz großen deutschen Unterhaltungskünstlern. Inzwischen hat sie auch das Fernsehpublikum im Sturm erobert, wie „Die Helene-Fischer-Show“ oder ihr Auftritt im letztjährigen „Traumschiff“ zeigen.

Das Album:

Im Sommer noch auf großer Open Air Tournee kommt jetzt Helene Fischers sechstes Studioalbum auf den Markt. „Farbenspiel“ heißt das Werk, das dem geneigten Hörer 16 neue Titel bietet. Im Vorfeld der Produktion tauchten Namen wie oder der Graf von auf. So bestand Hoffnung, das die Musik von Helene etwas abwechslungsreicher wird. Eine Hoffnung, die mit der Veröffentlichung des Albums ein wenig gedämpft wurde. Stammt doch die Musik fast vollständig aus der Feder von Jean Frankfurter. Das ist schade, war doch mit den zuvor genannten Namen die Hoffnung verbunden, das Helene auch auf einer Studioproduktion ein wenig moderner daherkommt.

Hört man sich das Album an, stellt man schnell fest, das der Sound schon ein wenig flotter, moderner geworden ist. Klangen gerade die ersten Alben ein wenig volkstümlich, geht Frau Fischer hier einen Schritt weiter und liefert stellenweise richtig gute Popsongs ab: Schon die Single „Fehlerfrei“ geht in eine gute Richtung. Ein Höhepunkt ist sicher der Titel „Atemlos durch die Nacht“, der komplett aus der Feder von Kristina Bach kommt und zeigt, das moderne Popmusik nicht nur von oder Rihanna kommen muss. Auch die Titel, an denen Peter Plate und der Graf beteiligt waren, zählen zu den richtig guten Momenten des Albums: „In diesen Nächten“ und „Unser Tag“ hätten durchaus auf einem Rosenstolz-Album sein können. „Ein kleines Glück“ ist die beste Ballade des Albums, die durch einen sympathisch authentischen Text des unheiligen Musikers überzeugt.

Wirklich schlechte Titel sind auf dem Album nicht vorhanden. „Marathon“ hat einen lustig-doppeldeutigen Text, „Ehrlich und klar“ kommt mit einer tollen Melodie daher und „Te Queiro“ hat das Zeug zum Sommerhit im nächsten Jahr.  Aber es gibt auch Titel wie „Mit keinem Andern“, „So kann das Leben sein“ oder „Feuerwerk“, die zu sehr auf den typischen Helene-Fischer-Sound schielen. Und pseudogriechische Klänge wie auf „Wunder dich nicht“ hat sie eigentlich nicht nötig, zumal auch noch der Text sehr stark an „Nichts von alledem“ von erinnert.

Trackliste:

01 – Fehlerfrei

02 – Mit keinen Andern

03 – So kann das Leben sein

04 – Marathon

05 – Atemlos durch die Nacht

06 – Der Augenblick

07 – Te Quiero

08 – Captain meiner Seele

09 – In diesen Nächten

10 – Feuerwerk

11 – Ehrlich und klar

12 – Wunder dich nicht

13 – Auf der Suche nach mir

14 – Alice im Wunderland

15 – Unser Tag

16 – Ein kleines Glück

 

Fazit:

Der direkte Albumvergleich mit Andrea Berg geht eindeutig an Wo Frau Berg über zwanzig Mal ein und den selben Song (musikalisch und textlich) dem Hörer bietet, versucht Helene Fischer mehr Abwechslung in ihre Songs zu bringen. Wenn man ihr und den Produzenten etwas vorwerfen möchte, dann die Tatsache, das sie es auch auf diesem Album nicht schaffen, das vollständige Potential der Sängerin auszuschöpfen. Sicher, stimmlich kann ihr in Deutschland derzeit keiner das Wasser reichen, doch musikalisch sollte man ruhig noch etwas mehr Mut zeigen. Titel wie „Atemlos durch die Nacht“ oder „Ein kleines Glück“ zeigen, das Helene Fischer viel mehr kann, als sie in manchen Songs zeigen kann.

 

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