Ferdinand Ullrich: Bente Stokker

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Bente Stokke

Haugar Vestfold Kunstmuseum. Kerber 2012, Gebundene Ausgabe, 256 Seiten, € 22,50

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Bente Stokke Projects 1982 – 2012; Bielefeld 2012; 256 Seiten; ISBN: 978-3-86678-729-2

Hier liegt ein Ausstellungskatalog vor. Er erscheint aus Anlaß der Ausstellung „Bente Stokke Zeichnen im Raum“, die im Jahre 2013 in der Kunsthalle Recklinghausen zu sehen ist.

Formal und inhaltlich liegt hier ein Ausstellungskatalog vor, wie wir ihn zuhauf kennen. Zum Teil sehr großformatige Farbfotos stellen die Werke und das Schaffen der Küstlerin aus Norwegen vor. In deutscher und englischer Sprache gibt es eine kunstwissenschaftliche Annäherung an das Werk.

In der Kunstwelt gehört es zum guten Ton, einen Ausstellungskatalog herauszugeben, wenn ein Museum eine neue Ausstellung zeigt. Für den beteiligten Künstler ist dies ein Leistungsnachweis – er kann zeigen, was er produziert hat und daß es seine Kunst in ein Museum geschafft hat. Auch für das Museum ist der Ausstellungskatalog ein Leistungsnachweis – es kann nachweisen, wie wichtig und bedeutend der ausgestellte Künstler ist und daß man sich ausstellungsmäßig auf hohem Niveau bewegt.

Oft genug wenden sich Ausstellungskataloge an ein Fachpublikum, das sich in der Materie gut auskennt. Ihr Bücherschrank kann nachweisen, welch vermeintlich oder tatsächlich wichtige Ausstellung man besucht hat.

Und der normalsterbliche Museumsbesucher, der sich einfach nur an der präsentierten Kunst erfreuen möchte? Er erhält – was die Ausstellungskataloge anbelangt – oft genug Durchschnittsware. Die ausgestellten Kunstwerke werden zwar optisch ansprechend gezeigt. Der Textteil bietet aber oft genug nur „heiße Luft“, der wortgewaltig und schwülstig erklären soll, was der jeweilige Künstler macht.

Der Leser wird dann an den entscheidenden Stellen alleingelassen. Wieso ist der ausgestellte Künstler wichtig? Wo liegt seine Position in der Kunstszene? Kann er von seiner Kunst leben? Oder muß er sich auf einen Professoren-Lehrstuhl retten, von dem der unbefangene Leser nicht beurteilen kann, wie bedeutsam dieser Lehrstuhl ist? Warum sollte ein Nicht-Fachmann die präsentierte Kunst kennen? Wie kam der Kontakt zwischen Museum und Künstler zustande? Insbesondere in Zeiten leerer öffentlicher und privater Kassen sollten Museen (als Herausgeber von Ausstellungskatalogen) mehr Wert auf die Beantwortung solcher Fragen (denn auf Ausschußware) legen.

Über den Verlag

Den Verlag gibt es seit dem Jahre 1985. Er veröffentlicht nach eigenen Angaben „hochwertige und individuelle Publikationen zur bildenden Kunst“. „In Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern und Museen“ veröffentlicht er seinem Internetauftritt zufolge „ein breites Spektrum an thematischen und monografischen Kunst- und Fotografiebildbänden, die vom 19. Jahrhundert über die klassische Moderne bis hin zur Gegenwartskunst reichen.

Über den Autoren

Ferdinand Ullrich wurde 1951 geboren. Das Studium der Bildenden Kunst an der Kunstakademie Münster (1972 – 1978) (Ullrich war Meisterschüler bei Timm Ulrichs) schloß er mit dem Staatsexamen ab. 1978 bis 1982 arbeitete er im Schuldienst in Recklinghausen.

Gleichzeitig, in den Jahren 1978 bis 1981, absolvierte er ein Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Pädagogik an der Ruhr-Universität Bochum bei Max Imdahl, Gottfried Böhm, Bernhard Kerber; 1990 schloß er es mit der Promotion über die Künstlergruppe »junger westen« ab.

Seit 1981 ist stellvertretender Direktor der Museen der Stadt Recklinghausen; seit 1988 Museumsdirektor.

1998 kommt die Tätigkeit als Lehrbeauftragter, seit 2002 Honorarprofessor für Kunst und Öffentlichkeit an der Kunstakademie Münster hinzu.

Das Fazit

Hier liegt ein Ausstellungskatalog vor. Mehr braucht darüber nicht gesagt zu werden.

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