Ferien auf Kamahi

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Ferien auf Kamahi

Wendy Rutz (Illustrator). Rieder, Susanna 2013, Gebundene Ausgabe, 230 Seiten, € 14,89

Rezension von: Ratte | Rezensionsdatum:

Esther Glen: Ferien auf Kamahi

Der zweite Band der Abenteuer auf der Schaffarm Kamahi in Neuseeland.

Ferien auf Kamahi, der Titel erinnert nicht von ungefähr an Ferien auf Saltkrokan, nur schrieb Astrid Lindgren ihren Klassiker 1964, während Esther Glens „Uncles three at Kamahi“, so der Originaltitel, bereits 1926 erschien. Ferien auf Kamahi ist die Fortsetzung von „Wir sechs aus Neuseeland“, das 2012, ebenfalls beim , erschien. Die Idee zu „Six little New Zealanders“ kam der Autorin, als sie bei einem Australienaufenthalt das damals sehr bekannt Kinderbuch von Ethel Turner „Seven little Australiens“ in die Hände bekam. Dieser australische Kinderbuchklassiker wurde mehr als 100 Jahre kontinuierlich in immer neuen Auflagen verlegt. Auch sein neuseeländischer „Nachkomme“ mit einer ähnlichen Geschichte wurde schnell zum Klassiker. Esther Glen (1881-1940) war selbst das dritte von zwölf Kindern und womöglich kam es ihr von Herzen, wenn sie den Vater in Ferien in Kamahi sagen lässt: „Wenn ihr alle zusammen seid, wirkt ihr immer so viele.“

Inhalt

Es sind es sechs Geschwister, die zeitweise ohne ihre Eltern im ländlichen Neuseeland ein so ganz anderes Leben kennenlernen als in der Stadt. Kleine und auch größere Abenteuer und Katastrophen wechseln sich ab, die Kinder lernen das nicht immer leichte Leben auf einer Schaffarm kennen und die drei unverheirateten Onkel, denen  die Farm gehört, lernen das Leben mit neugierigen und manchmal doch recht wilden Kindern kennen.

Die beiden Kamahibände sind schon nahezu einhundert Jahre alt, aber davon merkt man ihnen überhaupt nichts an, sie sind frisch, witzig und spannend. Im zweiten Band heiratet die älteste Tochter, obwohl sie in der Küche eine Katastrophe ist und auch ihren Verlobungsring immer mal wieder verliert. Es gibt ein fremdes Mädchen und ihren älteren Bruder, die Hilfe brauchen, um zueinander zu finden, eine Scheune, die in die Luft fliegt, ein Spiel, dass aus dem Ruder läuft und die Ferien verlängert, ein Junge, der nie wieder ein Gewehr anfassen will, nachdem er das erste mal geschossen hat – und überhaupt: aufregende Ferien auf Kamahi. Dieses Mal sind die Eltern auf einer Konferenz in Sydney und die Kinder dürfen wieder nach Kamahi. Leider hat der Vater, verschusselt und aufgeregt, vergessen, die Kinder anzumelden. Und somit fangen die Ferien für alle erst einmal mit schmerzenden Füßen an. Dafür wird für die sechs Weihnachten im neuseeländischen Hochsommer ein ganz besonderes Erlebnis, mit einem geschmücktem Baum besonderer, ganz ungewöhnlicher Art.

 Fazit

Ein Kinderbuchklassiker, der in Deutschland unbekannt geblieben wäre – Neuseeland ist eben doch sehr weit entfernt – wenn er nicht vom Susanna Rieder Verlag entdeckt worden wäre. Das wäre wirklich ein Verlust gewesen! Kinderabenteuer von der anderen Seite der Erdhalbkugel, geschrieben vor 100 Jahren, und doch lebendig und aufregend.

Lesen!

 

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