Flüstern in der Nacht

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Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Flüstern in der Nacht von Dean Koontz

Inhalt

Hilary Thomas stammt aus einfachen, schwierigen Verhältnissen; ihre Eltern haben sie oft mißhandelt. Heute ist sie erfolgreiche Drehbuchautorin in Los Angeles, die gerade wieder mit ihrem Agenten einen neuen Verkaufserfolg feiert.

Als sie nach Hause kommt, wird sie in ihrem Haus überfallen – es ist Bruno Frye, ein Weingutbesitzer aus Napa Valley, den sie vor einigen Wochen erst interviewt hat. Sie kann sich wehren, aber er flieht.

Die Polizisten Frank und Tony kommen auf ihren Notruf; Tony fühlt sich von Hilary angezogen und glaubt ihr auch die Geschichte, während Frank, der gerade eine schmutzige Scheidung hinter sich hat, vermutet, daß Hilary sich die Geschichte nur ausdenkt.

Als sie dann das Alibi von Bruno überprüfen, teilt die lokale Polizei ihnen mit, daß dieser gemütlich zu Hause sitze. Daher können die beiden nicht viel für sie tun, auch nicht als sie bittet, ihr wegen der zerstörten Schlösser und Türen einen Schutz dazulassen.

Sie verbarrikaridiert sich im Gästezimmer, und als sie am Morgen wieder rauskommt, überfällt Frye sie wieder. Sie schafft es, sich mit einem Messer abermals zu wehren und fügt ihm zwei Stichwunden bei.

Er flieht wiederum, stirbt aber an den Stichwunden. Als seine Leiche gefunden wird, glaubt ihr endlich auch Frank.  Nach gelöstem Fall freunden Hilary und Tony, der in seiner Freizeit gern malt, miteinander an; sie verstehen sich, als würden sie sich schon lange kennen.

Frank und Tony, die sich gegenseitig schätzen aber sehr unterschiedlich in der Vorgehensweise sind, so daß sie sich nicht hundertprozentig trauen, sprechen sich aus; Frank merkt, daß er aufgrund seiner schlechten Erfahrungen mit Frauen Fehler bei der Polizeiarbeit gemacht hat. Mit Tonys Hilfe trifft er sich nun sogar wieder mit Frauen. Aber als sie eines Tages einen Serienverbrecher jagen, dem sie schon länger auf der Spur sind, wird Frank von diesem angeschossen und getötet.

Als Hilary weiter bedroht wird und vermutet, daß Frye gar nicht wirklich tot ist, hat Tony zunächst Schwierigkeiten, ihr zu glauben, und Hilary fühlt sich verraten. Aber diese Krise vergeht und schweißt die beiden nur noch fester zusammen. Sie machen sich auf den Weg ins Napa Valley, um herauszufinden, ob Frye wirklich noch lebt oder ob er einen täuschend echten Doppelgänger hat.

Koontz läßt den Leser jedoch nach und nach an des Rätsels Lösung teilhaben, die seine Protagonisten jedoch nicht ansatzweise ahnen, obwohl sie nach und nach einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur kommen, das sie in tödliche Gefahr bringt…

Fazit

Das Buch hat leider einige Schwächen, die schwer erklärbar sind:

a) zum einen ist die Übersetzung des Titels schlecht gewählt – die originalgetreue Übersetzung „Wispern“, die auch im Text bei der Erklärung des Phänomens verwendet wird, wäre wesentlich treffender gewesen.

b) Auf Seite 284, als Tony und Frank den Verbrecher Bobby in seiner Wohnung versuchen zu stellen, finden sich einige Passagen, die wie von fremder Hand stammen, fast kindlich erzählt. Sie passen überhaupt nicht zum Stil Koontz

c) Auf Seite 329, als Hilary von dem tot geglaubten Frye nochmals überfallen wird und Tony durch Zufall sofort zur Stelle ist, scheint Tony Frye in den Garten verfolgt zu haben und zurückzukehren, denn Hilary fragt ihn „Und du hast überall nachgesehen“. Allerdings scheint hier ein kompletter Absatz (zumindest in der deutschen Übersetzung) zu fehlen, denn einen Satz vorher – und ohne Absatz- oder Unterkapiteltrennung – kam Tony gerade zu ihrer Rettung in das Haus hinein.

Trotz dieser doch großen Patzer liest sich der über 600 Seiten starke Roman sehr flüssig, ist sehr gut aufgebaut und wirklich spannend.

Teilweise wird sogar der böse Frye dem Leser – und am Ende fast auch den Protagonisten – sympathisch, da letztendlich auch er ein Opfer ist. Koontz zeichnet sehr geschickt die Stärken und Schwächen seiner Charaktere, die dem Leser sehr an Herz gehen.

Empfehlenswert!

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