Frank Decker: Handbuch der deutschen Parteien

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Handbuch der deutschen Parteien

Frank Decker (Herausgeber). VS Verlag für Sozialwissenschaften 2007, Taschenbuch, 440 Seiten, € 4,68

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

/ (Hrsg.): Handbuch der deutschen Parteien

Das Buch ist im Jahre 2007 Verlag für Sozialwissenschaften Wiesbaden erschienen. Mit 440 Seiten ist es doch sehr umfangreich geraten.

Die Inhaltsangabe

Das Buch beschreibt der Inhaltsangabe auf dem hinteren Buchdeckel zufolge „alle wichtigen Parteien in der jüngeren Geschichte und Gegenwart“ Deutschlands. Ihre Zahl beläuft sich auf über 800. Doch es gibt nicht nur die Porträts der Parteien. Sie werden auch in einem „umfassenden Zusammenhang“ eingeordnet.

Julia von Blumenthal, Andreas Schulze, Sandra Fischer und Lothar Probst sind nur einige der Autoren, die Beiträge für dieses Buch abliefern. Sie stellen nicht nur die bekannten Volksparteien wie CDU/CSU, SPD, FDP und die Grünen vor. Auch Exoten wie die Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands, die Bürgerrechtsbewegung Solidarität BüSo, die Familien Partei Deutschland, die Feministische Partei Die Frauen oder die Partei Bibeltreuer Christen kommen hier vor. Interessanterweise fehlen Parteien wie die Humanwirtschaftspartei, Pro Köln / Pro NRW, die Tierschutzpartei oder die Sächsische Volkspartei. Mit Absicht? Oder versehentlich?

Die Buchbesprechung

Formal und inhaltlich ist das Buch zweigeteilt. Der kürzere „Allgemeine Teil“ wirft einen politikwissenschaftlichen Blick auf die deutsche Parteienlandschaft. Das Parteienrecht kommt hier genauso vor wie die allgemeine Entwicklung der deutschen Parteienlandschaft oder die (politik-)wissenschaftliche Bestimmung, was eine Partei überhaupt ist.

Interessanter dürfte da schon der „Lexikalische Teil“ sein. Themen wie Programmatik, Organisation und Wahlergebnisse stehen thematisch im Vordergrund; die Art der Aufbereitung stellt die Vergleichbarkeit der Parteien sicher.

Wer sich für deutsche Innenpolitik interessiert, erhält hier einen guten Überblick über die zumeist westdeutsche Parteienlandschaft.

Das Buch bietet eine gute und informative Übersicht über die bundesdeutsche Parteienlandschaft. Angesichts kurzlebiger Protestparteien wie der Statt-Partei, der Schill-Partei oder der Piraten (die in dem Buch allerdings noch nicht vorkommen), bieten die Autoren eine Orientierungshilfe, wer wofür steht.

Insbesondere der politikwissenschaftlich-theoretische Teil bietet Grundlagenwissen bar jeglicher Tagesaktualität. Wer qualifiziert in der politischen Diskussion mitreden möchte, wird nicht umhin kommen, sich auch mit Themen wie der Parteienfinanzierung zu beschäftigen. Bücher wie dieses können ein Einstieg dafür sein.

Ein kleinerer Mangel sei an dieser Stelle dann doch genannt. Das Buch ist eine reine Bleiwüste. Parteilogos fehlen in der Regel genauso wie Porträts von Parteivorsitzenden oder andere Bilder. Insbesondere bei den unbekannten Splitterparteien wären ein paar Bilder schon sinnvol gewesen. Gerade dort möchte man die handelnden Personen schon von ihrem Angesicht kennenlernen.

Das Fazit
Das Buch bietet einen guten Einstieg in die bundesdeutsche Parteienlandschaft. Wer sich für politische Themen interessiert, hält hier auf jeden Fall einen guten Einstieg in die Thematik in den Händen.

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