Franz-Josef Reichert: Die Benediktinerabtei St. Mauritz

Autorenwertung
  • Systematik
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  • Recherche
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  • Lesbarkeit
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  • Nutzen
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  • Gesamt
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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Franz-Josef Reichert: Die Benediktinerabtei St. Mauritz zu Tholey

Das Heft ist im Jahre 1987 in der Neusser Druckerei und Verlag aus Neuss erschienen. Wie aus der Schriftenreihe gewohnt ist es 24 Seiten dick.

Der Herausgeber

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz ist in Köln ansässig. Er gibt die Schriftenreihe „Rheinische Kunststätten“ heraus. Hier liegt deren Nummer 321 vor. Wer wissen möchte, wer oder was sich hinter dem Rheinischen Verein verbirgt, sei auf den entsprechenden Beitrag in der Internetenzyklopädie Wikipedia bzw. auf den Internetauftritt des Vereins verwiesen. Über den Autoren wird in dem Heft nichts gesagt.

Die Besprechung des Heftes

Das Heft folgt dem Erscheinungsbild, wie es aus der Heftreihe vertaut ist.

Es gibt sehr viele Fotographien, die die Beschreibungen illustrieren sollen. Hinsichtlich der Größe unterscheiden sie sich sehr stark. Mehrere Fotos nehmen beispielsweise eine ganze Seite in Anspruch. Andere dagegen sind wesentlich kleiner. Die beiden Fotos auf den Buchdeckeln und einige wenige Bilder im Innern sind farbig. Der Rest ist schwarzweiß. Wieso das so ist? Ich habe keine Ahnung. Drucktechnisch ist es offensichtlich möglich, Bilder auch farbig abzubilden. Warum der Verlag die gute Chance vertut, hier für ein ansprechendes optisches Erscheinungsbild zu sorgen, ist mir persönlich jedenfalls unverständlich.

Auch die Texte entsprechen dem gewohnten Niveau. Unter inhaltlichen Gesichtspunkten beschreiben sie Geschichte, Baugeschichte, Architektur und Innenausstattung des Gotteshauses aus dem nördlichen Saarland.

Der Schreibstil ist staubtrocken, nüchtern, wissenschaftlich und sachlich. Zur Zielgruppe gehört also nicht nur ein kirchengeschichtlich interessiertes Publikum. Es mach auch fachwissenschaftlich vorgebildet sein. Fehlt dieses Fachwissen, kann es leicht sein, daß der Leser das Heft ermüdet beiseitelegt. Und das auch nur aus dem Grund, weil er das Interesse an einer Lektüre verloren hat.

Ich bin mir nicht sicher: Von den Menschen vor Ort einmal abgesehen – wer interessiert sich eigentlich für dieses Thema? Wer keinen persönlichen Bezug zu dieser Kirche bzw. zu Tholey hat, der wird sicherlich auch nur schwerlich zu dem Heft greifen. Zumal St. Mauritius ja auch nicht überregional bekannt, geschweige denn bedeutsam ist.

Ich bin mir auch hinsichtlich einer anderen Sache nicht sicher. Es ist sicherlich löblich und erwähnenswert, daß sich jemand sehr viel Mühe gemacht hat, was die Recherche anbelangt. Wäre es aber nicht sinnvoller gewesen, die Ausführungen weniger fachwissenschaftlich, dafür aber mehr an dem Laien orientiert zu verfassen? Der Begriff populärwissenschaftlich hört sich so nach Marktschreierei, schlechter Recherche und schlechtem Schreibstil an. Ohne diesen Beigeschmack hätte ich ihn hier gebraucht, einfach in dem Sinne, daß der Autor besser ein kirchlich gebundenes Publikum mit mehr praktischen Begabungen  bei Schreiben im Augen gehabt hätte. Dann wären auch die Verkaufschancen besser gewesen.

Ein Fazit

Was NIveau und Informationsgehalt anbelangt, ist das Heft sicherlich hochwertig. Ansonsten könnte das Heft allerdings leichter verständlich geschrieben sein.

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