Frau Frisby und die Ratten von NIMH

Autorenwertung
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Frau Frisby und die Ratten von NIMH

Robert C O'Brien. Zeitverlag Gerd Bucerius 2008, Gebundene Ausgabe, 224 Seiten, € 5,12

Rezension von: bluecanvas | Rezensionsdatum:

Frau Frisby und die Ratten von NIMH von Robert C. O’Brien

Inhalt

Die kleine Feldmaus Frau Frisby steht vor einem ernsten Problem: Nach einem harten Winter ist der Frühling ins Land gekommen und der Bauer, dessen Feld der Mäusefamilie als Zuhause dient, wird bald mit dem Pflügen beginnen. Damit steht für die Tiere der „Tag des Umzugs“ unmittelbar bevor.

Doch Frau Frisby kann mit ihren Kindern nicht in das entfernte Sommerquartier übersiedeln, solange ihr Sohn Timothy an einer schweren Lungenentzündung erkrankt ist.

Als auch eine schwierig zu beschaffende Medizin nicht den gewünschten schnellen Erfolg zeigt, wird die verzweifelte Mäusemutter an die geheimnisvollen Ratten verwiesen, die in den Wurzeln des Rosenbuschs des Farmers in Abgeschiedenheit und Isolation hausen.

Frau Frisby überwindet ihre Ängste und nimmt mit den eigenbrötlerischen Nagern Kontakt auf. Ohne es zu wollen wird sie nun Teil eines unglaublichen Abenteuers, das sich die kleine Feldmaus in ihren wildesten Träumen nicht hätte vorstellen können – und findet heraus, dass sie mit den mysteriösen Ratten mehr verbindet als sie ahnt.

Zwischen den Zeilen

Was zunächst als fantastisches Tiermärchen beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einem gesellschaftskritischen Roman für ältere Kinder und Jugendliche. Ohne zuviel von der komplexen Handlung vorwegzunehmen, muss an dieser Stelle das Hauptthema des Buches angesprochen werden: Tierversuche.

Die „Ratten von NIMH“ sind die zentralen Figuren des Romans, die aus der Sicht der Protagonistin Frau Frisby dem Leser erst nach und nach näher gebracht werden. Zunächst als geheimnisumwittertes Nagervolk mit seltsamen Begabungen vorgestellt, wird im Laufe des Romans die Rolle der Menschen in der Entwicklung dieser Ratten immer deutlicher.

Die stark vermenschlichte Darstellung der Nagetiere in „Frau Frisby und die Ratten von NIMH“ ist somit nicht nur ein Kunstgriff des Autors, sondern spiegelt die Entwicklung des Rattenvolks direkt wider, welche von Frau Frisby als „gewöhnlicher“ Feldmaus nur in eingeschränktem Maße nachvollzogen werden kann.

Fazit

Das berührende und liebevoll erzählte Jugendbuch aus dem Jahr 1971 hat auch heute an Aktualität nichts eingebüßt. Die Erlebnisse der kleinen Feldmaus Frau Frisby und im Besonderen des Rattenvolks von NIMH zeigen die mitunter schrecklichen Folgen von Tierversuchen, ohne jedoch mit erhobenem Zeigefinger zu kritisieren.

In erster Linie ist dieser Roman jedoch ein Abenteuerbuch für Kinder, das viele interessante Charaktere in der Tierwelt ansiedelt und einen unglaublich komplexen Handlungsrahmen offenbart, der den Leser auch als Erwachsener noch zu fesseln vermag. „Frau Frisby und die Ratten von NIMH“  – eine klare Leseempfehlung!

Verfilmung
Im Jahr 1982 hat der amerikanische Zeichentrick-Produzent Don Bluth einen Zeichentrick-Film namens „Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH“ (OT: „The Secret of NIMH“) veröffentlicht, welcher auf diesem Buch basiert. Die Verfilmung ist auf DVD erhältlich.

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