Friedrichshain kocht: Portraits – Interviews – Rezepte

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Friedrichshain kocht

Patricia Schichl (Illustrator). Berliner Büchertisch 2014, Gebundene Ausgabe, 368 Seiten, € 16,90

Rezension von: Schwebke | Rezensionsdatum:

„Friedrichshain kocht: Portraits – Interviews – Rezepte“ – Zum Nachdenken, Nachkochen und Nachleben

Ende 2014 kam das Buch „Friedrichshain kocht“ heraus. Das war möglich, weil die Initiatoren und Autoren nach einem erfolgreichen Crowdfunding bei Startnext über 13.000 Euro für die Druckkosten gesammelt hatten. Hinter dem Buch steht maßgeblich der Verein „Berliner Büchertisch e. V.“, der seit 2005 im Bereich der Leseförderung aktiv ist und in Friedrichshain-Kreuzberg drei soziale Buchläden unterhält.

Das erste Friedrichshain-Buch dieser Art

Bisher existierte kein Buch über Friedrichshain, das in ähnlicher Weise gesellschaftlich Engagierte vorstellt. Es ist ein einzigartiges Mosaik von Partizipationsmöglichkeiten in einem bewegten und sich dynamisch entwickelnden Stadtteil. 55 engagierte, enthusiastische, hilfsbereite und nicht selten kämpferische Bürgerinnen und Bürger, Friedrichshainer Akteure werden mit ihrem Einsatz für ein gemeinschaftliches, solidarisches und tolerantes Miteinander porträtiert. Vorgestellt werden YAAM, Radialsystem V, Supamolly, Sozialhelden, Mörchenpark, Frieda Frauenzentrum, Café Sibylle und viele mehr. Neben bekannten Initiativen stehen Menschen und ihre Vereine, denen bisher wenig Anerkennung zu Teil wurde. Ebenso finden engagierte Selbstständige, Unternehmen sowie Privatpersonen Eingang in das Buch.

Rezept hinter dem Koch-Rezept

Den Autoren ging es um den Blick hinter die Kulissen, um das Rezept hinter dem Koch-Rezept. Sie waren ein Jahr lang im Stadtteil unterwegs und hatten sich mit vielen verschiedenen Akteuren & Engagierten getroffen und gekocht. Gekocht, weil Kochen verbindet und eine Gesprächssituation schuf, die andere Fragen und Antworten zuließ. Und weil in diesen Situationen noch ganz andere Fotos entstehen konnten. Mit großem Gewinn sind die Anfänge der Initiativen, ihre Geschichte sowie das Überwinden von Schwierigkeiten nachzulesen. Jedes Porträt besteht aus Interview, Fotos und dem Lieblingsrezept, die Anschrift wird mitgeliefert.

Momentaufnahme eines sich ständig verändernden Berliner Stadtteils

Das Buch ist somit zu einem einzigartigen kulinarischen und alternativen Kiez-Führer geworden. Und es macht Mut, im Kiez selbst aktiv zu werden und sich gesellschaftlich einzubringen. Entdecker, Visionäre, Idealistinnen und Idealisten, die nach Inspiration und Spuren von Lokalgeschichte suchen, können Bekanntes wie Neues und Anregendes finden. „Friedrichshain kocht“ richtet sich an Alt- und Neu-Friedrichshainer sowie Touristen, die die Seele des lebendigen Berliner Stadtteils näher kennenlernen wollen.

Das Buch „Friedrichshain kocht – Portraits – Interviews – Rezepte“  ist sehr komfortabel ausgestattet: 370 Seiten, Hardcover, Fadenheftung & Lesebändchen, wunderbare Farbfotos, 55 Porträts mit mehr als 60 Rezepten, alle auch in veganer Variante. Kaufen kann man es in den Büchertisch-Filialen am Mehringdamm, in der Gneisenaustraße sowie in der Wühlischstraße, in Friedrichshainer Kiezläden, dem Büchertisch Onlineshop oder bei einem Buchhändler des Vertrauens. Es kostet 16,90 Euro.

Fazit:

An Zeitgeschichte Interessierte erhalten mit diesem bibliophilen Kleinod die einzigartige Momentaufnahme eines sich ständig verändernden Stadtteils und seines bürgerschaftlichen Engagements, die so noch nicht erzählt wurde. Nicht zuletzt ist das Buch ein Kochbuch mit einem Einblick in die kulinarische Vielfalt Friedrichshains für alle, die gern kochen oder sich an wunderbaren Fotos davon erfreuen. Es bietet Gelegenheit zum Nachdenken, Nachkochen und Nachleben. Unbedingt zu empfehlen!

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