Für findige Ermittler

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Story
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  • Aufmachung
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  • Spielspaß
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  • Langzeitspaß
    ein Buchein Buchein Buchhalbes Buchkein Buch
  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Cluedo, Scotland Yard: das sind die klassischen Krimispiele, die die Fans schon Jahrzehnte kennen und lieben. Hier kommt ein weiteres Schmankerl für alle Detektive. Klein und fein, ohne viel Tamtam; dafür aber mit einer einfachen überzuegenden Spielgestaltung.

In Gangster City erhält jeder Spieler eine Fallkarte, die nur seine Mitspieler sehen können. Mit Hilfe der vier auf der Karte abgebildeten Merkmale geht es dann ans Tüfteln und Knobeln. Täter, Tatwaffe, Motiv und Tatort sollen erutiert und im optimalen Fall erraten werden. Dann ist der Gangster selbiges gewesen und bei zwei erfolgreichen Fällen gewinnt der Spieler.

Die Hinweise kommen von den Mitspielern, die angeben wieviele der Merkmale von der in der Mitte liegenden, offenen Fallkarten mit der eigenen übereinstimmen. Erinnert ein wenig an das klassische Mastermind, das Spiel für Denker und Knobelprofis. Und genaui so läuft es auch ab: man muss kombinieren, auch ein bisschen Glück haben und dann den richtuigen Tipp setzen. Im Gegensatz zu dem Klassiker von Mattel von annodazumal, besticht das Spiel eben mit Hintergrundstory und im Comicstyle gezeichneten Karten; vorzugehen ist aber immer wieder nach den gleichen arithmetischen Prinzipien. Sie kennen Krimirätsel oder Logikaufgaben aus der Zeitung, in der vereinzelte Hinweise gegeben werden? So läuft das ab, nur in lustiger Runde und – das ist eine nette Ergänzung – soigar auch alleine. Dazu sollte man allerdings nicht um die Ecke bzw. verkehrt herum gucken können, denn die in der Anleitung ausgedachten Solospiele, haben die Lösungen – eben verkehrt herum – anbei. Hätte man vielleicht etwas diskreter (sic!) lösen können.

Mit sechzig Spielkarten und der knappen Spielzeit von maximal zwanzig Minuten ist Gangster City tendenziell ein schmackhafter Lückenfüller an einem Spieleabend. Man kann aber auch die große Sause in den Mittelpunkt stellen, vielleicht das Licht ein wenig dimmen und Edgar-Wallace-Musik laufen lassen. Dann kann man Ermittlungen anstellen, Fallen stellen, überlegen, kombinieren und schlussendlich auch zuschlagen. Wer will raucht Zigaretten dazu und trinkt Whiskey – natürlich nur die Erwachsenen und natürlich nur, wenn man nicht modern ist und sein Leben der Wiussenschaft5 vorzieht.

Fazit:

Gangster City ist einfach zu spielen und schwer zu schaffen, es ist smart und doch tricky, es ist im Huch-Verlag erschienen und kostet weniger als 15 Euro. Und es kreiert einen neuen lustigen Namen: nämlich den fiktiven Komissar Kätsch, dem es die überführten Gängster auszuliefern gilt. Motto also: Kätsch me, if you can.

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