Gabriele Biendara: Rheinberg

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Gabriele Biendara: Rheinberg

Das Buch ist im Jahre 2003 im Sutton-Verlag aus Erfurt erschienen. Es ist 128 Seiten dick.

Rheinberg, Borth, Budberg und Orsoy tauchen vor rund 1.000 Jahren in historischen Urkunden erstmals auf. Archäologen können jedoch nachweisen, daß das Gebiet schon zur Zeit der Kelten, also in vorchristlicher Zeit, besiedelt war.

Aus dieser Zeit sind natürlich noch keine Fotos überliefert. Biendara wählte 216 Fotos aus, die aus der Zeit von etwa 1890 bis 1963 stammen und bislang wohl noch nicht veröffentlicht worden sind. Sie sollen den Alltag der Rheinberger Bevölkerung veranschaulichen. Das Vereinsleben kommt hier genauso vor wie der Arbeitsalltag oder das Privatleben. Die Bilder stammen aus dem Stadtarchiv wie privaten Alben gleichermaßen. Das vorliegende Werk gehör zu der Buchreihe „Die Reihe Archivbilder“.

Die Buchbesprechung

„Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte“. Nach dieser Philosophie stellt der ostdeutsche Verlag seine Bildbände zusammen. Der Verkaufsaspekt, nämlich die Direktansprache der Menschen vor Ort, ist hier überdeutlich sichtbar. Wie anders ist es sonst erklärbar, daß nicht die städtische Infrastruktur und das offizielle öffentliche Leben in den Vordergrund gerückt werden, sondern das private und Vereinsleben? Hier sollen die Erinnerungen der älteren Rheinberger angesprochen werden und sie miteinander in Gespräch kommen. Oder?

Die Bilder sind austauschbar. Wenn man als auswärtiger Leser nicht expliziet gesagt bekommt, wo das jeweilige Foto, das man gerade betrachtet, aufgenommen wurde, wäre es ein Allerweltsfoto, das von irgendwoher stammt. Eine Zuordnung zu einem bestimmten Ort ist hier keineswegs möglich.

Zu behaupten, man können als Leser auf ein solches Buch verzichten, würde sicher zu weit führen. Ein Informationsgehalt ist nicht vorhanden. Lehrer können es also nicht im schulischen Geschichtsunterricht nutzen, um etwas über die Geschichte Rheinbergs zu erzählen, nur um ein Beispiel zu bringen. Ein Buch wie dieses schreit förmlich und geradezu nach einer Fortsetzung, in der die eigentlichte Geschichte der Stadt Rheinberg vorgestellt wird.

Über den Verlag

Der Verlag wurde 1997 gegründet. Er ist auf die Publikation populärwissenschaftlicher Regionalliteratur spezialisiert. In 18 Reihen erscheinen jährlich rund 150 neue Titel. Anfangs waren es vor allem Bildbände, in neuerer Zeit sind aber auch Textbände, historische Romane und regionale Krimis hinzugekomemn.

Der Verlag gehört zur Verlagsgruppe The History Press, die 1977 von Alan Sutton aus Großbritannien gegründet wurde.

Über die Autorin ist in dem Buch nichts enthalten.

Ein Fazit

Der vorliegende Bildband wendet sich vorrangig an alteingesessene Rheinberger, die sich noch in der örtlichen Vergangenheit auskennen. Jüngere Leser werden sich schon fragen, wozu ein solches Buch überhaupt gut sein soll. Viele der hier gezeigten Personen gibt es nicht mehr; wer kann sich schon noch an sie erinnerin?

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