Gae Bolg – Aucassin Et Nicolette

Autorenwertung
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  • Songtexte
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  • Unterhaltung
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Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Aucassin Et Nicolette

  1. Prélude
  2. Invocation I
  3. Le Diable Parle
  4. La Maladie D’Aucassin
  5. Chanson
  6. Sur Les Bords De L’Ille
  7. Dans La Loge
  8. Les Visions De Théophile
  9. Invocation II
  10. Danse
  11. Le Cygne Noir
  12. Ballade
  13. Passacaille
  14. Le Retour D’Aucassin
  15. Aucassin Et Nicolette

Aucassin Et Nicolette, das Album

Bei Gae Bolg handelt es sich um ein Projekt des Franzosen Eric Rogers, der sich vor allem als Trompeter bei der legendären Neofolkband Sol Invictus verdient gemacht hat. Ursprünglich war Gae Bolg als eine Art Nebenprojekt zu Eric Rogers Hauptformation Seven Pines, die rein stilistisch dem Dark Folk zuzuordnen ist. So überrascht es auch nicht das Gae Bolg über weite Strecken an den Stil von Seven Pines erinnert, wenn auch gerade die frühen Bolg-Scheiben weitaus reduzierter produziert sind.

Auch hat Eric Rogers Seven Pines nie wirklich auf Eis geleget, sondern veröffentlicht alle paar Jahre immer noch Alben unter diesem Namen, sodass gleich mehrere Projekte parallel existent sind. Die Musik von Gae Bolg zu beschreiben ist nicht gerade einfach, die Grundstimmung erinnert an mittelalteriliche Kirchenmusik, wobei ein spezielles Element von Gae Bolg hinzukommt und das sind brachiale Trommelklänge, die sehr schwer und martialisch sind. So hat die Musik von Gae Bolg auch etwas sehr apokalyptisches an sich, man fühlt sich oftmals an die spanische Inquistition erinnert, wo Unrecht und Unterdrückung zur Tagesordnung gehörten.

Aucassin Et Nicolette durchbricht diese Stimmung etwas, ist es doch zum Teil ruhiger als die früheren Alben, gerade das Eröffnungsstück „Prélude“ verzaubert den Zuhörer mit einer wunderschönen, sehr harmonischen Flötenmelodie, die von Glockenspiel und anderen Instrumenten begleitet wird und eine sehr dichte Atmosphäre erzeugt, die ihresgleichen sucht.

Doch fehlen auch hier die martialischen Stücke nicht, so gehen Titel wie das wunderbar diabolische „Les Diable Parle“ oder  „Dans La Loge“ wieder in eine härtere Richtung, zudem sorgt Eric Rogers opernhafte Gesang für eine gewisse Extravaganz, wie man sie nur auf sehr wenigen Neofolk-Veröffentlichungen findet.

Das Album weis sogar eine Geschichte zu erzählen, die lose an die Tragödie von Romea und Julia angelehnt ist und mit dem Unterschied, dass die Hauptakteure hier Aucassin und Nicolette heißen. Zwar scheint es sich bei dem Cover des Albums, um eine kleine Parodie zu handeln, und, wenn man ehrlich ist, wirkt es etwas grotesk mit diesem Ritter, der sich in den Schritt fässt, aber musikalisch ist das Album wirklich sehr schön und in sich schlüssig.

Fazit

Mit Aucassin Et Nicolette haben Gae Bolg ein kleines Meisterwerk geschaffen, zwar ist der Sound nicht mehr so brachial wie auf den Vorgängern, doch dafür erzeugt es eine sehr dichte Stimmung, die an das Mittelalter erinnert. Für Neofolk-Fans uneingeschränkt zu empfehlen.

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