Gary Numan – Sacrifice

Autorenwertung
  • Sound
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  • Songtexte
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  • Melodie
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  • Booklet
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Sacrifice

  1. Pray
  2. Deadliner
  3. A Question Of Faith
  4. Desire
  5. Scar
  6. Love And Napalm
  7. You Walk In My Soul
  8. Magic
  9. Bleed
  10. The Seed Of A Lie
  11. Play Like God
  12. Whisper Of Truth
  13. Metal Beat
  14. Absolution

Sacrifice, das Album

Nach dem Totalausfall Machine And Soul, startete 1994 mit Sacrifice sein künstlerisches Comeback, und was soll ich sagen, ich war sofort begeistert von dem Album, weg vom halbgaren Funksound der Vorgängeralben, zelebrierte Gary Numan auf Sacrifice erstmals wieder seine dunkle Seite. Die Stücke auf dem Album sind allesamt sehr düster und von coolen, experimentellen Drumloops unterlegt, die eine gewisse Nähe zum in den Mittneunzigern sehr populären Trip Hop besitzen. Jedenfalls bauen diese Drumsounds eine derart dichte Atmosphäre auf, dass es einem fast schon Angst und Bange wird. Auch die ausgereizten weiblichen Backgroundsängerinnen sucht man hier bis auf eine Ausnahme vergebens. Auf „Scar“ befindet sich noch eine Frauenstimme, die aber sehr dezent im Hintergrund verweilt und dem Stück eher noch etwas geheimnisvolles verleiht.

Gerade der Opener „Pray“ öffnet dem Zuhörer mit dieser gespenstisch verfremdeten Stimme Gary Numans ein Tor in eine Anderswelt, so verwundert es nicht, dass Gary als Inspirationsquelle diverse Horrorgeschichten in den Entstehungsprozess aufnahm. Man kann schon so weit gehen, diese Musik als Gothic zu bezeichnen, denn mit normaler Popmusik hat das hier nicht mehr viel zu tun – ein Glück!

Zu den stärksten Songs auf dem Album gehören vor allem die langsam getragenen Stücke wie „Desire“, „Scar“ und „Magic“, die allesamt eine immense Sogwirkung besitzen. Eigentlich gibt es auf Sacrifice nur einen Titel, der mir nicht gefällt,  das mir unverständlicherweise als Single veröffentlichte „A Question Of Faith“, das einfach zu eintönig klingt und auch qualitativ nicht an die anderen Stücke heranreicht. Größte Überraschung ist wohl das rockige „Love And Napalm“, dass mich sogar an alte Tubway Army Zeiten denken lässt. Mein absoluter Lieblingssong ist aber als Bonustrack auf der Platte enthalten: „Whispers Of Truth“, sein vielleicht melancholischstes Stück überhaupt, das in mir sehr starke Gefühle der Schwermut auslöst.

Fazit

Sacrifice ist Gary Numans fulminante Rückkehr ins Pantheon düsterer Musikgötter, das ganze Album wirkt sehr homogen und eignet sich hervorragend als Soundrack für jede Gothic Nacht. Es hat lange gedauert, aber mit diesem Werk ist Gary endlich angekommen. Für mich klar das beste Gary Numan Album der Post-80er.

 

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