Gasag: Chronik der Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

(Herausgeber): Chronik der Aktiengesellschaft 1994 – 2004

Das Buch ist im Jahre 2006 in der Medienwerkstatt Nord GmbH, Berlin, erschienen. Es ist 216 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Die Berliner Gaswerke sind ein kommunaler Dienstleister, der die bundesdeutsche Hauptstadt mit Gas und damit Wärme beliefert.  Ulrike Schuster beschreibt hier als Autorin in dem vorliegenden Werk eine Zeit, in der der landeseigene Betrieb privatisiert wurde. Daß die Wurzeln des Unternehmens bis in das Jahr 1844 zurückgeht, wird hier völlig verschwiegen. Laut Wikipedia ist Gasag „das größte kommunale Gasversorgungsunternehmen Westeuropas“. Auch darauf wird hier nicht eingegangen.

Die Buchbesprechung

Die Autorin beschreibt die Ereignisse in chronologischer, also zeitlich richtiger Reihenfolge.

Stilistisch ist das Buch aber weniger gelungen. Der Schreibstil ist eher sachlich und leicht betriebswirtschaftlich orientiert. Gleichzeitig bemüht sich Schuster auch immer wieder um Anschaulichkeit. Nicht, daß hier Beteiligte, seien sie aus der Führungsebene, seien sie einfache Arbeiter, zu Wort kommen. Es ist eher so, daß Zeitungsartikel oder Texte aus anderen Veröffentlichungen zitiert werden. Die Ausführungen bleiben so auf einer neutralen Ebene.

An einer Stelle bin ich mir persönlich nicht sicher. Das gegenwärtige Unternehmen ist ja nicht aus dem Nichts heraus entstanden. Es gab offensichtlich Vorgängerunternehmen. Gibt es wohl Literatur, die auch diese Vorgängerunternehmen beschreiben? Wenn ja? Werden diese Vorgänger auch in (unter zeitlichen Gesichtspunkten) so kleinen Schritten beschrieben? Wenn ja, dann haben die Gaswerke bestimmt schon einen ganzen Bücherschrank voll mit Literatur zur Unternehmensgeschichte. Kontrolliert habe ich es allerdings nicht.

An wen richtet sich ein solches, unternehmensgeschichtliches Buch. An erster Stelle sicherlich erst einmal an die Menschen in Berlin und dessen Umland. Sie sind ja die Kunden des Unternehmens. Schaue ich mir das Werk an, ist es bestimmt nicht zielgruppengerecht gestaltet. Trotz der vielen Farbfotos ist der Textteil zu abgehoben geraten, um wirklich zu gefallen.

Was fehlt, wird in Journalismus „human touch“ genannt. um mal einen dieser ungeliebten Ausdrücke zu gebrauchen. Die Direktansprache des Lesers, der persönliche Bezug zu den Menschen fehlt völlig. Es wirkt fast so, als sei die Publikation für potentielle oder tatsächliche Geschäftspartner geschrieben. Ob dann aber die technische Ausstattung des Unternehmens gut genug beschrieben wird, sei einmal dahingestellt.

Das Fazit

Diese unternehmensgeschichtliche Beschreibung bietet einen Ausschnitt aus der Historie der Berliner Gaswerke. Wer die komplette Geschichte lesen möchte, muß sich weitere Literatur besorgen. Ein Ansatz wäre die Internetenzyklopädie Wikipedia. Dort findet sich unter dem Stichwort „Gasag“ ein längerer Artikel, der zumindest oberflächlich die Geschichte der Gasag (als Unternehmen) beschreibt.

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