Gemeinsam sind wir unausstehlich

Autorenwertung
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  • Unterhaltung
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  • Gesamt
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Rezension von: istillreadbooks | Rezensionsdatum:

Gemeinsam sind wir unausstehlich von

Inhalt
Monika lebt in Westberlin, besucht die 10. Klasse einer Gesamtschule und wächst mit Eltern auf, die gewissermaßen als „Archetypen“ des deutschen Spießertums durchgehen – der Vater mokiert sich nahezu täglich über die „Auswüchse“ des Hippietums und versucht mit aller Macht, seiner Tochter Monika die Sympathien für linkes Gedankengut auszutreiben. Monikas Mutter Eva macht sich selbst hingegen nicht allzu viele Gedanken sondern übernimmt bei passender Gelegenheit stets die Gedanken und Auffassungen ihres Manns Dieter, mit Monikas Begriff von „Emanzipation“ kann sie nicht viel anfangen.

Doch glücklicherweise befindet sich Monika in der Situation, ein paar Mal im Jahr eine „Auszeit“ von ihrer Spießerfamilie nehmen zu können – ihr Bruder Michael hat sich vom langweiligen bürgerlichen Leben schon vor einiger Zeit verabschiedet und lebt seitdem in einer Landkommune in der Lüneburger Heide – mit allem, was dazu gehört: Fair gehandeltem Hochlandkaffee aus Nicaragua, Soja- und Tofu-Frikadellen und Beziehungen mit verschiedenen Partnern. Ihre Ferien verbringt Monika deshalb auch regelmäßig in der Kommune ihres Bruders. Doch eines Tages ergibt sich für Monika ein nicht leicht zu lösender Konflikt: Sie schwankt zwischen Tom, einem langhaarigen attraktiven „Frauenversteher“ einerseits und Ludger, einem Bankierssohn aus reichem Hause und Traum jeder Schwiegermutter andererseits…

Eine höchst vergnügliche Zeitreise in die Zeit von linken Kommunen, Anti-Atomkraftdemos und rebellierenden Studenten

„Gemeinsam sind wir unausstehlich“ knüpft an „Ferien bei den Hottentotten“ an, dem ersten Werk von Manuela Golz mit der Hauptprotagonistin Monika. Zwischen den beiden Romanen liegt eine gewisse Zeitspanne, denn während „Ferien bei den Hottentotten“ die Geschichte eines Mädchens auf dem Weg zu einer eigenen Persönlichkeit erzählt, steht bei „Gemeinsam sind wir unausstehlich“ eher die Beschreibung einer Epoche im Vordergrund, die für die Entwicklung der BRD nach dem 2. Weltkrieg wohl so bedeutend war wie keine andere Ära – die Zeit der 70er und 80er Jahre.

Manuela Golz beschreibt auf stets äußerst amüsante und mitreißende Weise den immerwährenden Kampf zwischen Ost und West, die Auseinandersetzung zwischen Links und Rechts und die gegenseitige Verachtung, die das Bürgertum der „alternativen Szene“ entgegenbringt und umgekehrt. Verpackt wird das Ganze in eine leicht zu lesende, aber streckenweise bei genauerer Betrachtung doch recht tiefgründige Geschichte um ein Mädchen, die sich selbst auf ihrem Weg zur jungen und selbstbestimmten Frau erst noch finden muss.

Fazit
Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt – das gilt manchmal für die Protagonistin Monika in „Gemeinsam sind wir unausstehlich“, glücklicherweise jedoch nicht für den Roman selbst. Der Roman liest sich vom Anfang bis zum Ende leicht und zaubert dem Leser immer wieder ein Lächeln ins Gesicht und stellt das Zwerchfell ein ums andere Mal auf eine harte Belastungsprobe – bedingungslos empfehlenswert!

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