Georges Simenon: Maigret und der tote Herr Gallett

Autorenwertung
  • Story
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  • Charaktere
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  • Spannung
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  • Dramatik
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  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne
Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Maigret und der tote Herr Gallett

Die Inhaltsangabe

Monsieur Emil Gallett ist Handelsreisender und ein braver Durchschnittbürger. So erscheint es zumindest. Doch dann findet er unter mysteriösen Umständen den Tod. Da Urlaubszeit ist, macht sich Kommissar Maigret eher lustlos an die Arbeit. Der Fall soll ihn bis in die tiefste Provinz führen.

Über den Autoren

Georges Joseph Christian Simenon wurde am 12. Februar 1903 in der belgischen Stadt Lüttich geboren. Im Laufe seiner langen Karriere schrieb er 75 Romane über den Kommissar Maigret, der ihn so berühmt machen sollte. Doch es gibt auch diverse Romane, in denen Maigret nicht vorkommt. Simenons Büchern wird eine hohe Anschaulichkeit und dichte Atmosphäre nachgesagt, auch wenn der Wortschatz gering war und literarische Finesse fehlt.

Simenon starb am 4. September 1989 in Lausanne (Schweiz). Mit Stand vom 14. Juni 2012 enthält die Internetenzyklopädie Wikipedia eine sehr umfangreiche und detaillierte Biographie.

Die Buchbesprechung

Die Verlagswerbung auf dem hinteren Buchdeckel behauptet, hier liege eine der „sensationellsten“ Untersuchungen in Maigrets Karriere vor.

„Nun ja“ kann man da als Leser nur sagen. Das Ende ist ein wenig überraschend, weil es aus der bisherigen Handlung heraus nicht ersichtlich ist. Das Attentat auf einen Helfer Maigrets wird sogar geschlabbert und überhaupt nicht aufgeklärt.

Die Handlung ist eher schwach angelegt. Eher durch Zufall gelangt Maigret hier an einen Fall. Eher durch Zufall und nicht durch harte Ermittlungsarbeit kommt die Wahrheit ans Licht. Sie wird eher albern und konstruiert. Der Leser kann ja selbst entscheiden, wie glaubwürdig sie ist. Diese schwammige Ausdrucksweise sei an dieser Stelle schon erlaubt; schließlich soll der Leser dieser Buchbesprechung ja dazu animiert werden, sich trotz des mäßigen Gesamteindrucks das Buch zu Gemüte zu führen.

Von atmosphärischer Dichte und Psychologie ist hier überhaupt nicht zu spüren. Bei dem Buch geht es einfach nur darum, einen Fall zu lösen und den Täter zu finden. Das Buch hat an dieser Stelle leider schon den Charakter eines Groschenromans. Die Charaktere werden nur schwach gezeichnet. Die Familie Gallett spielt nur am Anfang eine Rolle und verschwindet dann allmählich aus der Handlung. Ihr Schicksal wird nicht zu Ende erzählt.

Sherlock Holmes hat Dr. Watson, Hercule Poirot seinen Captain Hastings als seinen Adlatus. Sie erfüllen – unter literaturwissenschaftlichen Gesichtspunkten – die Funktion, dem berühmten Detektiv als Stichwortgeber zu dienen und ihm am Ende bei der Lösung des Falles zu lauschen. Maigret hat hier keinen Adlatus. Er ist auf sich alleine gestellt und kann den Fall auch alleine lösen. Irgendwie fehlt hier dieses Pendant.

Das Fazit

Hier liegt einer der schwächeren Fälle Maigrets vor. Er ist nur für denjenigen Anhänger Maigrets empfehlenswert, der das Gesamtwerk kennenlernen möchte.

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