Gerd Theißen: Das neue Testament

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Das neue Testament

Das Buch ist im Jahre 2002 im Verlag C. H. Beck aus München erschienen. Es ist 128 Seiten dick. Das Buch gehört zu der Buchreihe „Wissen in der Beck`schen Reihe“.

Über den Autoren

Theißen ist im Jahre 1943, also mitten im Zweiten Weltkrieg, geboren worden. Nach seinem Studium, Promotion und Habilitation war er 1978 – 1980 Professor für Neues Testament in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen und ab 1980 dann in Hamburg. Er dürfte inzwischen aber schon emeritiert, also im Ruhestand sein. Theißen ist inzwischen auch mehrfach als Buchautor in Erscheinung getreten.

Die Inhaltsangabe

Das Buch möchte beschreiben, wie die unterschiedlichen Schriften des Neuen Testaments in einem Zeitraum von rund einhundert Jahren entstanden sind. Wer waren die Verfasser? Für wen wurden sie geschrieben? Warum wurden bestimmte frühchristiliche Schriften in das Heilige Buch der Christen aufgenommen, andere dagegen nicht? Wir erfahren hier die Antworten.

Die Buchbesprechung

Das Buch ist eine Bleiwüste, enthält also keine Abbildungen, dafür aber ein Glossar und ein Literaturverzeichnis. Nur soviel als Buchbemerkung.

Liegt hier ein Lexikon, also ein Wörterbuch vor? Ein Lexikon, das sich die unterschiedlichen Bücher des Neuen Testaments der Reihe nach vornimmt und sie literaturwissenschaftlich sowie kulturhistorisch erläutert? Auf diesen Gedanken könnte man kommen, wenn man sich die Inhaltsangabe auf dem hinteren, dunklen Buchdeckel durchliest.

Ein einfacher, schneller Blick in den Textteil macht dann aber schnell klar, daß dem mitnichten so ist. Das Buch hat keine Einleitung,  in der beispielsweise das Quellenmaterial beschrieben oder die Grundlagen einer wissenschaftlichen Disziplin beschrieben werden. Theißen geht gleich gewissermaßen in medias res und steigt ohne Vorgeplänkel in das Thema ein. Doch Vorsicht: Hier geht es nicht um eine (literatur-)wissenschaftlich exakte Arbeit, bei der Verstandeswissen vermittelt wird. Als historische Quelle muß zumeist die Bibel selbst herhalten. Sie begründet sich an dieser Stelle aus sich selbst heraus. Unter literaturfachwissenschaftlichen Gesichtspunkten mag dies unsauber sein;  „es wäre wohl besser gewesen, externe Quellen heranzuziehen, also Autoren, die keinen Beitrag für die Bibel geschrieben haben,“ könnte man nun sagen. Wenn es solche Quellen geben sollte, kann man dem nur zustimmen. Das Buch vermittelt aber auch ein Stück weit Herzensbildung, die es ermöglicht, über solche Feinheiten hinwegzugehen. Oder ist es heute gar nicht mehr möglich, exakt herauszufinden, aus wessen Feder der jeweilige Text stammt? Das wäre gut möglich. Es würde nämlich erklären, warum die Ausführungen in diesem vorliegenden Buch eher einen deutenden, erklärenden Charakter haben und keinen historisch beschreibenden Ansatz.

Ist es überhaupt wichtig, jedes Detail über das Neue Testament und seine Autoren zu kennen? Sind seine Inhalte nicht viel bedeutsamer? Diese Fragen stelle ich mir schon, wenn ich zu Büchern wie diesem greife. Im Laufe von 2.000 Jahren kann viel historisches Material unwiderruflich verloren gehen. Insbesondere religiöse Texte sind weniger für den Verstand angelegt, sondern eher für das Herz. Es kommt eher auf den Inhalt an.

Wenn die Authentizität feststeht: Wie wichtig kann es da sein, sich mit technisch-naturwissenschaftlichen und / oder verstandesmäßigen Mitteln einem Buch wie dem Neuen Testament zu näher? Schaue ich mir pseudo-populärwissenschaftliche Beiträge im Fernsehen bzw. Zeitschriften an, lasse ich lieber die Finger davon.

Das Fazit

Das Buch ist gut verständlich geschrieben, ohne allerdings zu viel historisches Material zu bieten.

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