Gerhard Brunn: Die europäische Einigung

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Die Europäische Einigung

Gerhard Brunn. Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag 2009, Broschiert, 340 Seiten, € 9,80

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Die europäische Einigung von 1945 bis heute

Das Buch ist im Jahre 2009 im Verlag erschienen. Es ist stolze 340 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Über Jahrhunderte hinweg standen sich die Völker und Länder Europas kriegerisch gegenüber. Nach Angabe der Inhaltsangabe auf dem hinteren Buchdeckel „kommt der friedlich Zusammenschluß souveräner Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer `Europäischen Union´ einer Revolution mit friedlichen Mitteln gleich“.

Der Autor möchte den Prozeß der europäischen wirtschaftlichen und politischen Integration von den Anfangstagen der Union bis zu unseren heutigen Tagen im 21. Jahrhundert vorstellen. Daß dieser Prozeß von „Krisen und Lähmungen“ begleitet war, soll dabei auch nicht verschwiegen werden.

Der Inhaltsangabe zufolge möchte er auch deutlich machen, „wie die seit Kriegsende geschaffenen Institutionen, Regeln und Mechanismen der Zusammenarbeit das Zusammenleben der Völker tiefgreifend verändert haben“.

Über den Autoren

Brunn ist Jahrgang 1938. Er studierte Geschichte, Politische Wissenschaft und Soziologie in Göttingen, Rio de Janeiro und Köln. Nach der Dissertation 1967 und der Habilitation 1977 war er zunächst Professor in Köln. 1990 bis 2004 hatte er den Jean-Monnet-Lehrstuhl für Europäische Regionalgeschichte und Geschichte der Europäischen Integration an der Universität-Gesamthochschule Siegen inne. In dieser Zeit (1993 – 2004) war er dort auch Direktor des Instituts für Europäische Regionalforschungen.

Brunn ist auch schon mehrfach als Buchautor in Erscheinung getreten. Hier kommt also ein ausgewiesener Fachmann zu Wort.

Die eigentliche Buchbesprechung

In chronologischer Reihefolge und in einem Fließtext beschreibt das Buch das Zusammenwachsen in den 1950er Jahren zunächst in Westeuropa mit der EKGSD – Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Europa wächst – ausgehend davon – ganz langsam zu dem zusammen, was wir heute kennen. Wie diese einzelnen Schritte aussahen, braucht ja dem politisch und zeitgeschichtlich interessierten und vorgebildeten Leser nicht extra gesagt zu werden.

Die Ausführungen sind durchaus anschaulich und leicht verständlich gehalten, so daß ihnen auch ein nicht wissenschaftlich vorgebildeter Leser folgen kann. Was durchaus auch die Schilderung einzelner nationaler Positionen mit einschließt. Wer kann sich etwa nicht an die britische Premierministerin Margaret Thatchewr und ihren Politikstil erinnern?

Was hier nicht erklärt wird, sind die Organe der Europäischen Union, ihr Aufbau und ihre Funktionsweise. Wer sich dafür interessiert, wird zu anderer Lektüre greifen müssen.

Was dem Buch fehlt, sind Fotos, und sei es nur historische Schwarzweißaufnahmen vom Europäischen Parlament oder die obligatorischen Gruppenfotos von den Gipfeltreffen der europäischen Staats- udn Regierungschefs. Schön wäre das schon gewesen, allein schon deswegen, um in Erinnerungen schwelgen zu können.

Das Fazit

Wer sich für Politik und / oder europäische Geschichte interessiert, hält hier auf jeden Fall ein gut brauchbares Buch in den Händen.

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