Goodbye Deponia

Autorenwertung
  • Spielspaß
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  • Kreativität
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  • Humor
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  • Grafik
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  • Sound
    ein Buchein Buchein Buchein Buchein Buch
  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Goodbye Deponia

Aller guten Dinge sind drei

Wie lautet die Mehrzahl von Rufus? Rufusse, Rufii oder Rufen? Das lässt sich auch am Ende dieses Spiels und der einzigartigen -Trilogie nicht sagen, wohl aber konstatieren, dass die drei Rufusse (Rufii, Rufen) in dem  Finale einen großen und wichtigen Part einnehmen. Denn ganz im Stile klassischer -Kost darf wie bei Zak McCracken oder Day of the Tentacle nicht nur zwischen den Protagonisten hin- und her gewechselt, sondern auch kombiniert und interagiert werden. Das typisch Rufusianische ist hierbei allerdings der Trick eines vom Klonmeister Hermes herbeigeführten dreifachen Rufus (so kann man den Plural auch umgehen) – also dreifach wahnsinnig, verrückt und abgedreht. Deponia-Style, oder besser Daedalic-Style eben.

Vom grafischen und auditiven Flair hat der letzte Teil natürlich nix eingebüßt, alles handgezeichnete Superlative, und fast schon als Standard kommt ein richtig genialer Soundtrack nicht nur im Spiel, sondern auch auf der beigelegten CD mit dazu. Auch die Charaktere und der ganze Spielaufbau setzen genau da an, wo die andere beiden Highlights Maßstäbe gesetzt haben, nur dass sich Poki (der deutlich bessere Name für den Mastermind hinter den Spielen Jan Müller-Michaelis) dies Mal noch mehr in die Rätselschale geschmissen hat, so dass Schauplätze und Storyfluss noch etwas länger sind als bei den Vorgängern.

Stichwort Vorgänger: Genau da, wo Teil Zwei endete, nämlich in einer typischen Trilogie-Öde (das heißt: alles ist für das Ende – den dritten Teil – vorbereitet; in dem Fall: Deponia soll immer noch zerstört werden) setzen wir als Spieler wieder ein und der dreifache Rufus hat letztlich, wie auch schon zu Beginn dieser ganzen Komödie, auch drei Ziele: seine Angebetete Goal retten, Deponia vor der Zerstörung bewahren und nach Elysium, das Paradies über Deponia, aufzusteigen. Genau wie bisher bedarf es dazu der üblichen Mixtur aus Gegenstände (gerne auch mit der Hotspot-Taste) identifizieren, sammeln und in richtiger Kombination zum Wirken bringen, Dialoge führen und gut zuhören (hier sind die Tipps versteckt) und, wenn man will, Minispiele durchführen. Nicht jedermanns Sache, zugegeben. Allgemein gilt: Humor und Spielspaß sind riesig, eine Neuerfindung ist es nicht.

Gerade in der ersten in sich schlüssigen Trilogie eines Adventures überhaupt will man das auch nicht erwarten, aber nach so einem tollen Zyklus, würden wir den ziemlich genialen Köpfen bei Daedalic  in Hamburg gerne mal vorschlagen, dass Adventure-Genre noch einmal neu zu erfinden. Wenn nicht dort, wo dann, besteht die Möglichkeit, dem mittlerweile durchschaubaren Dauermuster ein paar neue Denkanstöße zu versetzen. Und besser, als mit diesem großartigen Ende, mit Smudo als Cowboy Dodo oder dem lustigen Kapitän Bozo, dem dreifachen Rufus und dem krönenden Finale kann man sich ja gar nicht auf den Weg zu neuen Höhen machen.

Fazit:

Alles stimmt: Grafik, Sound, Spielaufbau und Spaß, Charaktere, stimmliche Untermalung, Artwork und Aufmachung (Spiel mit Soundtrack und Poster) – überall scheint der Witz heraus und lacht einen an. Herrlich! Und ab sofort gilt eine neue Zeitrechnung: Deponia ist gerettet, nun machen sich die Hamburger auf die Jagd nach einer neuen, ganz eigenen Definition des Adventures. Jetzt, sofort, die Spielewelt revolutionieren! Wir sind so gespannt und lachen so lange mit dem großartigen Rufus. Drei Mal. Ha Ha Ha.

 

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