Guido Hoyer: Nichtetablierte christliche Parteien

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Nichtetablierte christliche Parteien

Guido Hoyer. Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften 2001, Taschenbuch, 142 Seiten, € 40,95

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Nichtetablierte christliche Parteien Deutsche Zentrumspartei, Christliche Mitte, Christliche Partei Deutschlands und Partei Bibeltreuer Christen im Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland

Das Buch ist im Jahre 2001 im Peter Lang Verlag der europäischen Wissenschaften Frankfurt / Main erschienen. Es ist 141 Seiten dick. ISBN: 3-631-38203-0

Die Inhaltsangabe

Die Deutsche Zentrumspartei in ihrer heutigen Erscheinung stellt sich gerne als älteste Partei Deutschlands dar, die es immer noch gibt. Die Christliche Mitte ist von ihrem theologisch-politischen Profil her antimodernistisch-katholisch, die Partei Bibeltreuer Christen evangelikal-pfingstlerisch. Laut Inhaltsangabe sind drei der vier Parteien als fundamentalistisch zu bezeichnen.

Das Buch stellt – ausgehend von den Publikationen der hier beschriebenen Parteien – ihre Programmatik und Entwicklungsgeschichte vor. In einem zweiten Schritt geht der Autor der Frage nach, wie fundamentalistisch die Parteien sind. Auch der absurd wirkende Gedanke, ob es über die Schiene einer jüdisch-freimaurerischen Weltverschwörungs-Theorie Berührungspunkte zum Rechtsextremismus gibt, kommt hier vor.

Über den Autoren

Guido Hoyer ist Jahrgang 1968. Das Studium der Politischen Wissenschaften in München schloß er 2001 mit der Promotion ab. Dem hier vorliegenden Buch ist nicht deutlich genug zu entnehmen, ob die Dissertationsschrift hier ganz oder teilweise in Buchform veröffentlicht wurde.

Die Buchbesprechung

Die Zielrichtung des Buches ist genauso wenig eindeutig. Vordergründig werden hier Daten über ein sehr spezielles politisches Spektrum zusammengetragen. Von einer sachlichen, analytischen oder gar politikwissenschaftlichen Herangehensweise ist aber nichts zu spüren. Zu unsystematisch werden die Forschungsergebnisse vorgestellt, als daß sie vergleichbar wären.

Kann man Hoyer den Vorsatz unterstellen, die hier vorgestellten Parteien als unseriös und extremistisch, somit unliebsam vorstellen zu wollen? Zumindest bei der Christlichen Mitte ist dies überdeutlich zu spüren. Es fehlt das sichtbare Bemühen, andere Quellen als die Parteipublikationen heranzuziehen. Den Ausführungen fehlen oft Schärfe und Tiefe; Personen / Personengruppen, Publikationen u. ä. werden häufig nicht gründlich genug vorgestellt. Dies gilt insbesondere für die Ausführungen, die die Nähe zum Rechtsextremismus betreffen. Der Autor läßt hier massiv Neutralität und Objetivität vermissel.

Auch unter journalistischen Gesichtspunkten ist das Buch mißraten. Es fehlen beispielsweise Fotos, etwa von den Vorsitzenden oder Parteiveranstaltungen. Es fehlen bestimmte Themenfelder, wie etwa die Parteienfinanzierung oder der Zugang zu Informationen. Dies ist deswegen erwähnenswert, weil andere Autoren insbesondere der Christlichen Mitte eine gewissen Geheimniskrämerei vorwerfen. Eine größere Hartnäckigkeit bei der Informationsbeschaffung wäre schon sinnvoll gewesen – und sei es nur darum, um darzustellen, wie schwierig es ist, an Informationen über die Parteien zu kommen.

Das Fazit

Das Buch ist eine schlecht gemachte Analyse und Vorstellung deutscher Kleinparteien. Bei der Veröffentlichung hätte schon vom Verlag aus auf eine stringentere Systematik geachtet werden müssen.

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