Gus Gus – Attention

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Songtexte
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  • Melodie
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  • Produktion
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  • Gesamt
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Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Attention

  1. Unnecessary
  2. David
  3. Desire
  4. Attention
  5. Dance You Down
  6. I.I.E.
  7. Call Of The Wild
  8. Detention
  9. Your Moves Are Mine
  10. Don’t Hide What You Feel

Attention, das Album

Die isländische Künstlergruppe Gus Gus gehörte von 1995 – 2000 neben Björk zum heißesten Exportschlager Islands in Sachen spannender Popmusik, doch dann löste sich das aus einstmals neun Bandmitgliedern bestehende Ensemble auf. Übrig blieben nur die beiden DJs der Band, Gus Gus wurde damit der kreative Kopf abgeschnitten, übrig blieb nur der Rumpf. So überrascht es auch nicht, dass Attention so ganz anders klingt als die beiden wirklich gelungenen Vorgänger. Da die richtigen Musiker der Band fehlten, musste man sich auf einen Kompromiss einigen, so ist Attention um einiges elektronischer geraten und rückt mehr in die Nähe von House und Techno. Auch die schöne, kindliche Stimme von Hafdis Huld fehlte, die nach ihrem Aufstieg auf Solopfaden weilte. Ersatz fand man in der Sängerin Earth, die zwar immer noch ein recht anhörbares Organ hat, aber dem verträumten Gesang von Hafdis nicht das Wasser reichen kann.

Schon der erste Titel auf dieser CD macht seinem Titel alle Ehre, „Unnecessary“ klingt wirklich sehr unnötig, viel zu hektisch mit einer ekelhaft verzerrten Gitarre und grausam produziertem Sound. Besser wird es mit „David“ und „Desire“, die wirklich Ohrwurmqualitäten besitzen und zu Hightlights des Albums zuzuzählen sind. „Attention“ nervt einfach nur mit diesem Soundbrei und dem nervigen Refrain, es wird ganz einfach das Wort in „Attention“ in Endlosschleife wiederholt. „Dance You Down“ ist auch sehr schwach, viel zu technoid und einfältig, fängt auch dieser Track sehr schnell zu nerven an.  Neben all dem Mittelmaß haben wir aber mit „Call Of The Wild“, das im Übrigen in Zusammenarbeit mit Jimi Tenor entstand, und „Detention“ noch zwei brauchbare Tracks auf der Scheibe, die das schlimmste verhindern. Gerade letzterer Track erzeugt nochmal mit seinen sphärischen Ambientklängen das ganz alte Gus Gus-Feeling.

Fazit

Spätestens mit Attention war klar, das nichts mehr so sein wird wie früher, wer die alten Gus Gus lieben gelernt hat, wird nur verwundert den Kopf schütteln, was aus der einstmals so kreativen Gruppe geworden ist. Hat man diesen Schock aber erst einmal überwunden, kann man auch auf diesem Album, den ein oder anderen guten Track finden. Vor allem „David“ und „Call Of The Wild“ fallen positiv auf. Auch Gus Gus-Veteran Daniel August gibt sich bei „Desire“ noch einmal die Ehre. So verlässt man das Album mit ein wenig Wehmut im Bauch und denkt an die guten alte Tage zurück.

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