Gus Gus – Vs. T-World

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Songtexte
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  • Melodie
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  • Produktion
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  • Gesamt
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Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Vs. T-World

  1. Anthem
  2. Northern Lights
  3. Earl Grey
  4. Purple (T-World Remix)
  5. Rosenberg
  6. Sleepytime
  7. Esja

Gus Gus gehörten in den Jahren 1995 bis 2000 neben Björk zu den heißesten Exportschlagern Islands in Sachen anspruchsvoller Popmusik. Mit ihrer eigenwilligen Mischung aus Ice-House, Elfen-Trip Hop und Geysir-Elektro machten sich Gus Gus international einen Namen und waren vor allem für ihre ausgefallenen Bühnenshows berühmt. Doch dann, irgendwann während der Jahrtausendwende, entschloss sich die Band, die einstmals aus neun Bandmitglieder bestand, fortan getrennte Wege zu gehen. Von Gus Gus blieb nur ein Grundgerüst aus zwei DJs übrig, der alte Sound war dahin, und ihre Musik wurde immer clubtauglicher.

Vs. T-World wirft einen Blick zurück in die Zeit vor Gus Gus und beleuchtet das musikalische Schaffen von Biggi Veira & Herb Legowitz, die in den frühen 90ern unter dem Namen T-World Musik machten.

So sollte es den geneigten Hörer nicht wundern, dass T-World fast gar nichts mit den späteren Gus Gus gemein hat. Die Musik ist rein stilistisch dem Ambient zuzuordnen, d.h. sie kommt ohne Gesang aus und besteht weitgehend aus dichten Synthieflächen, zu denen sich perkussive Elemente der Trance und House-Musik gesellen. In kleinen Ansätzen sind sogar typische Gus Gus-Sounds zu vernehmen, sodass sich der Einfluss dieser beiden DJs wunderbar nachzeichnen lässt.

Vs. T-World bietet sieben Stücke, von denen keines unter sechs Minuten lang ist, geboten werden solide Ambientstücke, die von perkussiven Elementen getragen werden. Am herausragensten sind der erste Titel „Anthem“ und „Purple“, das sich auch auf dem ersten Gus Gus-Album Polydistortion wiederfinden lässt.

„Anthem“ baut sich wunderbar langsam auf, bis es schließlich wirklich zu einer kleinen elektronischen Hymne wird, man sieht isländische Gletscher, Gesteinsformationen und weite Schneelandschaften.

Im Unterschied dazu ist  „Purple“ sehr tanzbar und von einem hypnotischen Beat unterlegt, der wieder und immer wieder geloopt wird. Eine angenehme gesampelte Frauenstimme sorgt für ordentlich viel Clubfeeling. Dieses Stück eignet sich hervorragend zum Abtanzen.

Die übrigen Songs sind auch alle sehr gelungen, doch insgesamt etwas sperriger als die genannten Tracks, sodass man sich gerade für diese etwas mehr Zeit nehmen sollte.

Fazit

T-World bildet das Missing Link zwischen den frühen songorientierten Gus Gus und den aktuellen Clubsounds. Hier haben wir es mit gut gemachter Instrumentalmusik zu tun, die irgendwo zwischen Ambient und House anzusiedeln ist. Mir persönlich gefallen diese frühe Aufnahmen auch wesentlich besser als die aktuellen Gus Gus-Scheiben. T-World klingen noch sehr unverbraucht und für damalige Verhältnisse sicherlich auch innovativ. Die meisten Stücke auf diesem Album sind sehr komplex aufgebaut und entfalten erst nach mehrmaligen Durchläufen ihre ganze Magie.

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