Hans Pohl: Vom Stadtwerk zum Elektrizitätsgroßunternehmen

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Vom Stadtwerk zum Elektrizitätsgroßunternehmen Gründung, Aufbau und Ausbau der „Rheinisch-Westfälischen Elektrizitäts AG“ (RWE) 1898 – 1918

Das Werk ist im Jahre 1992 im aus Stuttgart erschienen. Es ist 60 Seiten dick.

Hier liegt das Beiheft 73 der Zeitschrift für Unternehmensgeschichte vor. Sie wird damals von Hans Pohl und Wilhelm Treue im Auftrag der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte herausgegeben.

Die Besprechung

Schon beim Querlesen wird schnell deutlich, daß hier Fachleute am Werke sind. Die Ausführungen sind reine Bleiwüste. Es gibt also weder Bilder noch sonstige Auflockerungen, die das Auge erfreuen.

Der Textteil ist sehr sachlich, unpersönlich und faktenorientiert gestaltet. Personen werden hier nicht vorgestellt, weder Mitarbeiter noch Führungspersonal. Eine lebendige Textgestaltung, die sich beispielsweise durch Zitate ausdrückt, fehlt hier also völlig. Man kann den Autoren daher schon eine wissenschaftliche Herangehensweise attestieren.

Wer gehört zur Zielgruppe dieses Heftes? Man kann sicherlich von einem historisch-unternehmensgeschichtlich, unter Umständen sogar fachlich vorgebildeten Publikum ausgehen. Man kann auch bei einer Zielgruppe wie dieser erwarten, daß die Fakten zeitgemäß und nicht so muffig wie hier präsentiert werden.

Am Ende des Heftes gibt es Werbung für die Hefte 30 bis 71, die im Zeitraum 1984 bis 1992 erschienen sind. Ihr kann entnommen werden, daß die Zeitschrift nicht nur einzelne Unternehmen, sondern auch Regionen und Branchen vorstellt. Seit dem Jahre 2005 werden auch englischsprachige Artikel in der Publikation veröffentlicht.

Über den Verlag

Der Verlag wurde 1949 vom Druckereibesitzer Franz Steiner gegründet. Er ist heute Teil der Verlagsgruppe Deutscher Apotheker Verlag.

Nach Angaben der Sekundärliteratur gehört der Verlag zu den „bedeutendsten deutschen Fachverlagen“ und ist insbesondere bei den Geisteswissenschaften „international renommiert“. Er verlegt außerdem 24 Fachzeitschriften. Wer sich dort in den bereichen Alter Geschichte, Altphilologoie, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Wissenschafts- und Medizingeschichte auskennt, hat möglicherweise schon einmal von Publikationen wie Hermes, Historia, die Geographische Zeitschrift, die Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte (VSWG), Sudhoffs Archiv, die Heidelberger Althistorischen Beiträge und Epigraphische Studien (HABES), die Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, sowie Oriens et Occidens und die Münchener Ostasiatischen Studien oder das Medizinhistorische Journal gehört. Sie stammen alle aus dem Franz Steiner Verlag

So, wie der süddeutsche Verlag hier beschrieben wird, scheint er doch schon ein sehr bedeutender und renommierter Fachverlag zu sein, nicht wahr? Da wundert es mich persönlich schon sehr, daß ich in der Vergangenheit so wenig bei meinen Literaturbesprechungen mit ihm zu tun hatte.

Über die Zeitschriftenreihe

Die Zeitschrift für Unternehmensgeschichte (kurz ZUG) ist eine historische Fachzeitschrift. Sie kümmert sich speziell um die Wirtschafts- und der Unternehmensgeschichte.

Die Zeitschrift wird seit dem 1. Januar 1977 im Auftrag und von der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte herausgegeben. Sie trat dabei die Nachfolge der seit 1956 erschienen Fachzeitschrift „Tradition. Zeitschrift für Firmengeschichte und Unternehmerbiographie“ an. „Die Zeitschrift hat den Status als ein refereed journal und ist bemüht die Entwicklung der Unternehmensgeschichtsschreibung durch theoriegestützte und interdisziplinär vernetzte Beiträge zu fördern,“ berichtet die Internetenzyklopädie Wikipedia.

Eine persönliche Bemerkung

Es sei hier eine persönliche Bemerkung erlaubt, die auf einer invidivuellen Beobachtung basiert. Es gibt ja durchaus Leser, die sich für regionale und/oder örtliche Themen interessieren, also wissen möchten, wie es früher einmal in ihrer Heimat war.

Ich bin mir nicht sicher, ob man das vorliegende Werk einem solchen Leser empfehlen kann. Oder wird ein solcher Lokalpatriot nicht überfordert sein, was die regionale, politisch und wirtschaftliche Geschiche anbelangt? Die heutigen Verhältnisse sind doch so ganz anders, daß das eine oder andere ergänzende Wort zur damaligen Zeit doch schon schön gewesen wäre.

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