Hans van Ess: Der Daoismus

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Hans van Ess: Der Daoismus Von Laozi bis heute

Das Buch ist im Jahre 211 im Verlag C. H. , München erschienen. Es umfaßt 128 Seiten. Das Werk gehört zu der Buchreihe „Wissen in der `schen Reihe“.

Die Inhaltsangabe

Bei der Lektüre dieses Buches erfährt der Leser etwas über den chinesischen Weisen Laozi (heißt der nicht bei uns in Deutscheland Laotze?) und die Legenden, die es über ihn gibt. Der Leser bekommt die Lehre des Daodeking und die verschiedenen chinesischen Schulen erkärt. Ihre Wege zur Erlangung von Harmonie und Langlebigkeit reichen von der Alchemie und Magie bis hin zu Techniken der Geistes- und Körperkultivierung, wie es in der Inhaltsangabe auf dem hinteren, gelben Buchdeckel heißt.

Über den Autoren

Es kommt nicht von ungefähr, daß van Ess über ein solches Thema schreibt. Er ist Professor für Sinologie an der Universität München.

Die Buchbesprechung

Dieser berufliche Hintergrund ist dem vorliegenden Buch leider überdeutlich anzumerken. Das Buch ist leider keine leicht verständliche Einführung in eine fernöstliche Religion. Die Ausführungen haben von Anfang an ein hohes Niveau und fast schon wissenschaftlichen Charakter. Literaturwissenschaftliche wie religiös-philosophische Anteile wechseln dabei ab.

Ungewohnt für ein Buch aus dieser Buchreihe ist auch, daß es hier viele Originalzitate gibt. Was durchaus dem wissenschaflichen Ansatz geschuldet sein könnte. Schließlich muß man seine Aussagen ja irgendwie begründen können.

Dieser Ansatz erscheint sehr ungeschickt. Der Daoismus ist bei uns in Europa völlig unbekannt. Möchte man ihn vorstellen, muß man zwingend davon ausgehen, daß man als Autor Grundlagenwissen zu vermittel nhat (und nicht etwa Expertenwissen voraussetzen kann).

Dieser Ansatz, daß ein solches Buch leicht verständlich zu sein hat, sollte vor allem dann beachtet werden, wenn – wie hier – eine größere Leserschaft angesprochen werden soll, die zwar interessiert ist, dafür aber weder Vorkenntnisse aufweist noch an eine wissenschaftliche Arbeitsweise gewöhnt ist.

Es bleibt die Frage, wer zur Zielgruppe deses Buches gehört. Sinologisch und religiös interessierte Leser. Und zwar Leute, die tatsächlich an beiden Themen interessiert sind. Ansonsten kann es sehr leicht passieren, daß der Leser ganz einfach überfordert ist.

Gerade in unseren Tagen, im Jahre 2012, kann man schnell den Eindruck gewinnen, daß die Religion eine ganz neue Bedeutung gewinnt, zumindest dann, wenn man die tagesaktuellen Nachrichten verfolgt. Religion, Gesellschaft und Politik vermischen zusehend. Da ist der Ansatz des süddeutschen Verlages durchaus löblich, über Religionen zu informieren. So kann sich der Leser eine eigene Meinung bilden. Die Hintergrundinformationen müssen aber so aufbereitet sein, daß sie auch für denjenigen Leser, der landläufig als „Otto Normalverbraucher“ beschrieben wird, zugänglich sind. Diese Chance vertut der Verlag hier. Leider.

Ein Fazit

Diese Fachinformationen bewegen sich auf einem hohen Niveau. Wer Einstiegsliteratur sucht, sollte zu anderen Werken greifen.

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