Hans-Walther Stork: Kath. Pfarrkirche St. Bonifatius Herne

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Dr. phil. Dipl.-Theol. Hans-Walther Stork: Kath. Pfarrkirche St. Bonifatius Herne

Herne ist eine Stadt im Ruhrgebiet. Nachdem es seit der Reformation kein katholisches Leben in der Stadt gab, setzte es durch die Industrialisierung und die damit verbundene Zuwanderung von Katholiken wieder ein. In den 1870er Wurde dann St. Bonifatius gebaut, weil die neu entstehende Gemeinde eigene Räumlichkeiten brauchte.

Ein Wort zum Verlag

Der wurde 1996 gegründet. Er ist in Lindenberg im Allgäu ansässig. Laut Eigendarstellung  hat er sich mittlerweile im gesamten deutschsprachigen Raum etabliert. Das Verlagsprogramm umfaßt inzwischen weit über 700 Titel. Es  zeichnet sich nach Verlagsangaben „von Beginn an durch zwei Schwerpunkte aus: auf der einen Seite Bücher zu Kunst, Kultur und Religion, auf der anderen Seite Kleine Kunstführer durch Kirchen, Profanbauten und Museen.“

Zum Buchprogramm gehören demnach Künstlermonographien, Bücher zu Denkmalpflege, Architektur, Kunst und Kunstwissenschaft, kulturgeschichtliche Darstellungen, religiöses und frömmigkeitsgeschichtliches Schrifttum, Jahrbücher und Schriftenreihen. Besonderer Zustimmung erfreut sich nach Verlagsangaben die Reihe der Kleinen Kunstführer. „Die Bandbreite dieser Anthologie reicht von berühmten historischen Gotteshäusern bis zu Inkunabeln zeitgenössischer Sakralarchitektur,“ ist auf der Internetseite des Verlages zu lesen. Dort ist auch leicht ersichtlich, daß sich das Verlagsprogramm auf süddeutsche Objekte konzentriert.

Die Daten des Buches

Das vorliegende Buch kam im Jahre 1997 auf den Markt.

Eine Besprechung

Der Autor beschreibt die Geschichte und Ausstattung des Gotteshauses. Text und großformatige Farbfotographien ergänzen dabei einander. Die Ausführungen sind sicherlich sachlich-neutral, faktenorientiert und fachlich fundiert.

Stork gelingt es dabei aber, nicht so steif und wissenschaftlich zu wirken wie andere Autoren, die ebenfalls für kunstorientierte Schriftenreihen schreiebn. Das macht das Heft angenehme zu lesen.

Doch Vorsicht! Einen gewissen Zugang zum Katholizismus sollte der Leser doch schon haben. Allein schon wegen der verwendeten Begrifflichkeiten. Es fängt schon mit Kleinigkeiten an. Welcher evangelische Christ weiß denn schon, wer St. Bonifatius ist?

Eine persönliche Bemerkung

Beim Lesen und Recherchieren der Verlags-Informationen kam bei mir persönlich ganz schnell eine Frage auf. Welche Zielgruppe hat der Verlag bei den Lesern im Auge? Unter regionalen Gesichtspunkten kommen das Ruhrgebiet und der Niederrhein – soweit ich es anhand der Internetseite beurteilen kann – jedenfalls kaum vor.

 Gibt es hier keine lohnenswerten Kunstorte? Keine Leser? Oder was hat den Verlag davon abgehalten, sich hier verstärkt zu engangieren? Eine plausible Antwort ist mir nicht in den Sinn gekomemn. Allein schon Wallfahrtsorte wie Kevelaer oder Xanten würden – zumindest aus meiner journalistischen Perspektive heraus – doch schon mehr als genügend Themen bieten.

Ein Fazit

Hier liegt ein anschauliches und gut lesbares Heft vor. Wer sich für Kunstthemen interessiert, wird es bestimmt gerne zur Hand nehmen.

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