Hans Woller: Die Loritz-Partei

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Die Loritz - Partei

Hans Woller. Deutsche Verlags-Anstalt 1984, Broschiert, 231 Seiten, € 17,96

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Die Loritz-Partei Geschichte, Struktur und Politik der Wirtschaftlichen Aufbau-Vereinigung 1945 – 1955

Die Deutsche Verlagsanstalt aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart hat das Buch 1982 herausgegeben; 232 Seiten ist es dick.

Hier liegt Band 19 der Studien zur Zeitgeschichte vor, die vom Institut für Zeitgeschichte herausgegeben werden.

Das Buch ist die stark gekürzte und überarbeitete Version einer Dissertation, die der Autor im Wintersemester 1979/1980 an der Philosophischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München abgegeben hat.

Über den Verlag
Den Verlag gibt es seit dem 1. Juli 1881. Sein Vorläufer war die 1831 gegründete Hallberger’sche Verlagshandlung, die ihren Sitz in Stuttgart hatte. Das Unternehmen von Ludwig Hallberger schloss sich 1873 mit einem von Hallbergers Sohn, Eduard von Hallberger, gegründeten Verlag zusammen. Eines der erfolgreichsten Produkte des Verlages war die Familienzeitschrift Über Land und Meer. Die Umbenennung in „“ erfolgte am 1 Juli 1881.

1920 erwarb Robert Bosch die Mehrheit an der DVA. Die Anteile blieben bis zum Jahre 1980 in Familienbesitz. Nach dem vollständigen Ausscheiden der Gründerfamilie wurde der Verlag von der FAZIT-Stiftung (hinter der die Frankfurter Allgemeine Zeitung steht) als Mehrheitsgesellschafter sowie von der DVA-Stiftung (gegründet von der Robert Bosch GmbH) getragen. 1997 übernahm die Frankfurter Allgemeine Zeitung den Verlag komplett.

Der Umzug in die bayerische Landeshauptstadt München kam im Jahre 2000. 2003 wurde der Zeitschriftenverlag in Stuttgart an den Konradin Verlag verkauft. Im September 2005 verkaufte die FAZ ihre Anteile an die Verlagsgruppe Random House, die zum Bertelsmann-Konzern gehört.

Die Inhaltsangabe
Die WAV war eine Partei, die aus dem Zusammenbruch des Dritten Reiches 1945 hervorgegangen ist. Alfred Loritz war der Gründer der Partei; ihr Schwerpunkt lag in Bayern.

Die Buchbesprechung
Der universitäre Hintergrund des Buches ist ihm deutlich anzumerken. Es gibt zwar einen kleinen Bildteil mit Aufnahmen von Loritz und Weggefährten; die Schwarzweißaufnahmen sind ein zusätzlicher Einschub, der die normale Seitennummerierung nicht berührt. Gelegentliche Tabellen und Statistiken ergänzen den Textteil.

Die Ausführungen scheinen sehr gründlich recherchiert zu sein. Das Buch enthält jedenfalls ein sehr umfangreiches Datenmaterial zum Patreigründer und den Aktivitäten der WAV. Woller benutzt zumindest in diesem Buch kein unverständliches politikwissenschaftliches Vokabular. Die Texte sind so allgemeinverständlich gehalten, daß ihnen auch der interessierte politische und wissenschaftliche Laie folgen kann.

Warum sollte ich mich überhaupt mit diesem Buch beschäftigen. Die WAV gibt es schließlich schon lange nicht mehr. Und sie hat auch nie eine bedeutende Rolle in der Politik gespielt. So könnte nun der Leser fragen. Stimmt alles. Ma muß schon eine gehörige Portion politisches und historisches Interesse mitbringen, zum zu diesem Buch zu greifen. Dann wird bundesdeutsche Geschichte noch einmal lebendig. Ansonsten wird hier ein exotisches Orchideenthema angesprochen, das bar jeglicher praktischer Bedeutung ist.

Das Fazit
Wer sich für politische und Parteingeschichte interessiert, hält hier bestimmt ein gutes und interessantes Buch in den Händen.

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