Haus des Schreckens

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Abenteuer
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  • Geschichte
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  • Charaktere
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  • Gesamt
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Haus des Schreckens

Marco Sonnleitner. Kosmos 2006, Gebundene Ausgabe, 127 Seiten, € 7,90

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Marco Sonneitner: Die drei ??? Haus des Schreckens

Mariott House ist ein altes, unendlich kompliziert aufgebautes Haus auf einer einsamen Insel weit draußen im Pazifik vor Kalifornien. „Spukt es dort wirklich?“ Diese Frage müssen sich die drei Fragezeichen stellen. Auch die anderen Reiseteilnehmer, die mit ihnen dort angekommen sind, stehen vor einem Rätsel. Als dann auch noch jemand entführt wird, müssen sich Justus, Peter und Bob als die drei Fragezeichen und damit als Detektive zu erkennen geben.

Die Besprechung

Formal geht Sonnleitner hier nach einem altbewährten Strickmuster vor. Eine überschaubare Gruppe – oft genug ist ein Detektiv darunter – ist an einem abgelegenen Ort eingeschlossen. Eine der Personen ist ein Verbrecher, der unter Umständen die Gruppe bedroht.

Die vorliegende Geschichte weist jedoch einige Ungereimtheiten auf, die die übrigen Geschichten um die drei Juniordetektive nicht kennen.

Diese Abgeschiedenheit ist so ein Punkt. Die drei Fragezeichen ermitteln fernab der Heimat, nicht im sonnigen Rocky Beach, nicht von ihrer heimatlichen Zentrale aus, nicht mit der Unterstützung von Tante Mathilda, Onkel Titus oder gar Inspektor Cotta. Ihnen fehlt hier der technische Schnickschnack, der Detektiven normalerweise die Arbeit erleichtert, also beispielsweise (Mobil-)Telefone, Computer oder Vergrößerungsgläser. Sie müssen sich hier voll und ganz auf ihren Spürsinn verlassen.

Auch (und gerade) der Einstieg in die Handlung ist nicht so wie gewohnt. Es gibt kein Vorgeplänkel – die Handlung steigt bei der Ankunft auf der namenlos bleibenden Insel, also gewissermaßen in medias res, ein. Die unangenehme Begleiterscheinung: Der Leser braucht erst einmal einige Zeit, bis er sich in der Handlung zurechtgefunden hat und weiß nicht, worum es überhaupt geht.

Sonnleitner verstößt auch gegen ein weiteres Grundprinzip guter Kriminalliteratur. Gerade zum Ende hin hat der Leser keine Möglichkeit mehr, die Lösung selber herauszubekommen. Hier werden so viele neue Fakten bekannt, die im bisherigen Verlauf weder benannt wurden, geschweige denn eine Rolle spielten, daß man diese Vorgehensweise nur unfair nennen kann.

Ein paar Hintergrundinformationen

Zu meiner persönlichen, großen Überraschung gibt es inzwischen auch ein „Die drei ??? Wiki“. Dort habe ich eine kurze Biographie des Autoren gefunden.

wurde am 16. Juli 1965 in München geboren. Nach dem Abitur begann er 1985 ein Studium der Medizin und zwar in Erlangen. Er setze es ab 1987 in Heidelberg fort. Abgeschlossen hat er dieses Studium aber nicht.  Als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes  begann er 1989 ein Lehramtsstudium in den Fächern Deutsch, Geschichte und Sozialkunde. Seit 1996 ist er Lehrer an einem Gymnasium im bayerischen Memmingen. Neben kleineren Texten und Kurzgeschichten hat Sonnleitner bereits 19 Romane verfaßt und zwar für die Jugendbuchreihe „Die drei Fragezeichen“.
Wer Hintergrundinformationen zu der Jugendbuchreihe sucht, sei an die Internetenzyklopädie Wikipedia verzweisen. Dort gibt es einen ganz brauchbaren Text.

Das Fazit

Wie soll man diesen Fall nur bewerten? Die Geschichte bietet zwar spannende Unterhaltung, weist aber auch diverse Schwächen auf. Wirklich gute Geschichten um die drei Fragezeichen sehen besser aus.

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