Heilstätten

Autorenwertung
  • Special Effects
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  • Maske
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  • Spannung
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  • Umsetzung
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  • Gesamt
    3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne
Rezension von: schwamm | Rezensionsdatum:

Die Beelitz Heilstätten, eine ehemalige Lungenheilanstalt in der Nähe von Berlin. Viele Jahrzehnte wurden hier unzählige Patienten gepflegt, immer mit der Hoffnung auf Heilung. Doch für viele Patienten war Beelitz nur ein einziger Ort: Ihr Letzter vor dem Tod. Seit vielen Jahren sind die Heilstätten verlassen und allmählich holt sich die Natur ihren ursprünglichen Grund und Boden zurück. Seit vermehrt Jugendliche die Häuser aufsuchen um vermeintliche Gespenster zu jagen, sind die Zugänge mittels Stacheldrahtzaun versperrt. Und dennoch wollen Deutschlands bekannteste Youtube-Stars Theo, Charly, Betty, Finn, Marnie, Chris und Emma auf dem Weg zu vielen neuen Follower zusammen eine Nacht in den Gemäuern verbringen.

Doch die Geschichte ist noch längst nicht erzählt. Denn was sie nicht ahnen ist Patientin Nr. 106. Eine Frau die innerhalb der früheren Chirurgie noch immer ihr Unwesen treiben soll – denn einst wurde sie zu Tode gequält. Genau diese Art von Geschehnissen stachelt die Gruppe erst recht an. 24 Stunden lang wollen sie die Zuschauer fesseln, haben bei ihrer Ausstattung auf nichts verzichtet und freuen sich allmählich auf die Nacht ihres Lebens.

Als sich jedoch bereits kurz nach Ihrer Ankunft die ersten seltsamen Vorfälle ereignen und die Nacht hat noch nicht einmal begonnen hat, wird ihnen schnell klar, dass die Gespenstergeschichten scheinbar ein wahren Kern enthalten – doch für ein Entkommen ist es längst zu spät.

Als die Gruppe dann noch getrennt wird, beginnt ein Kampf ums Überleben…

 

Fazit

Horror „Made in Germany“. Die Heilstätten, der Gebäudekomplex in der Nähe von Potsdam und unweit der Hauptstadt Berlin existiert wirklich. Genauso verlassen liegen sie in mitten der dichten Kieferwäldern Brandenburgs. Und sogar die einleitende Geschichte über den Ort stimmt gänzlich, mit der Ausnahme von Patientin 106. Zwar wurden sicherlich innerhalb der Gemäuer einige Insassen zu Forschungszwecken missbraucht, von einem Fall wie erwähnt, kann man jedoch keine Beweise finden. Doch schon bei der Location des Filmdrehortes wurde ein bisschen geschummelt. Die Gruppe selbst befindet sich keineswegs an Originalschauplatz, sondern in einer anderen Lungenheilanstalt an der Ostsee – viel weiter nördlich als die Heilstätten und Beelitz. Doch das alles soll nur am Rande erwähnt sein.

Der Film selbst beginnt mit Ausschnitten der einzelnen You-Tube Kanälen der Teilnehmer an der 24 Stunden Challenge. Dadurch kommt man bereits zu Beginn ein bisschen schwer in die Geschichte herein, da noch nicht ganz so klar ist, wer mit welcher Person jetzt bekannt ist. Erst als sie die Heilstätten beziehen, bekommt man eine erste klare Zuordnung der Protagonisten zusammen.

Mit Eintritt in die Gebäude beginnt der eigentlich gruselige Teil des Films. Heruntergekommene Gänge, verlassene Zimmer, zerstörte Fenster und Türen, Stille und vor allem die vielen wackeligen Aufnahmen der Hand- und abwechselnden Wärmebildkameras lässt einen eher an eine Dokumentation denn einen Spielfilm denken.

Und urplötzlich in der spannendsten Phase des Films beginnt die Story abrupt abzubauen. Warum? Plötzlich wird eine total unglaubwürdige haarsträubende Geschichte um eine der Hauptpersonen gesponnen, die wohl Pepp verleihen soll, aber meiner Meinung nach überhaupt nicht hineinpasst. Die Spannung selbst leidet zwar nicht darunter, dafür sorgen viele Schockmomente, aber dennoch hat das ganze plötzlich einen faden Beigeschmack. Schlimmer wird es dann nur zum Ende hin. Warum der Drehbuchautor dieses Ende gewählt hatte und so unglaubwürdig „hineinzubasteln“, das scheint sein eigenes Geheimnis zu sein.

Wer sich im Netzt umsieht, wird auch viele Kritiker finden, die den Film über alles loben werden. An sich ist er nicht schlecht, aber man hätte vor allem zum Ende hin noch eine Kür machen können und das hat man – meiner Ansicht nach leider –  letzten Endes dann doch verpasst.

Schade eigentlich, denn persönlich hatte ich mir von Heilstätten doch etwas mehr erwartet.

 

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