Heinrich Bergstresser: Nigeria

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Nigeria

Heinrich Bergstresser. Brandes & Apsel 2010, Taschenbuch, 268 Seiten, € 24,90

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Nigeria Macht und Ohnmacht am Golf von Guinea

Das Buch ist im Jahre 2010 im Verlag aus Frankfurt / Main erschienen. Es ist 268 Seiten umfangreich.

Die Inhaltsangabe

Nigeria ist der größte christlich-islamische Staat der Welt. Er ist darüber hinaus auch der bevölkerungsreichste Teil Afrikas. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten verfügt Nigeria über riesige Erdöl- und Erdgasreserven.

Sie befinden sich überwiegend im christlich dominierten Süden. Die Nigerianer gelten als die größte afrikanische Diaspora in Übersee.

Was auch nicht verwunderlich ist. Schließlich ist das Land seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1960 nie wirklich zur Ruhe gekommen – der Biafra-Krieg und die Militärputsche seien hier als Beispiel genannt.

Über den Autoren

Bergstresser ist Jahrgang 1949. Er studierte Politikwissenschaften und Afrikanistik. Seit dem seiner Studienzeit arbeitet er als Journalist.

Über den Verlag

Der Verlag verfügt zwar über einen eigenen Internetauftritt. Dort kann natürlich das aktuelle Verlagsprogramm nachgeschlagen werden. Daten zur Geschichte, Umsatz u. ä. sind dort aber nicht enthalten. Daher kann an dieser Stelle auch nichts darüber gesagt werden.

Die Buchbesprechung

Dieser berufliche Hintergrund ist dem Buch mehr als deutlich anzumerken. Sehr fundiert, sehr gut recherchiert, sehr umfangreich und sehr kenntnisreich nähert sich der Autor einem Land, das in der öffentlichen Wahrnehmung eher durch Gewalt, Armut, Korruption und politische Instabilität denn durch gute Nachrichten geprägt ist.

Journalistisches Können und hoher Wissensstand vereinigen sich hier. Das Buch ist weder Reiseführer noch bietet es allgemeine Basisinformationen; die werden vielmehr als bekannt vorausgesetzt.

Das Buch bietet stattdessen eine fundierte Analyse der politischen Situation. Das Buch bewegt sich auf einem hohen Niveau. Es ist durchaus politikwissenschaftlich orientiert, aber – hinsichtlich der Wortwahl – auch für akademische Laien verständlich. Viele Schwarzweißfotographien illustrieren die Ausführungen.

Es eignet sich gut für Leute, die sich für Politik auf dem schwarzen, afrikanischen Kontinent interessieren und einen Bezug dazu, wenn nicht gar über Kenntnisse verfügen. Die Vermutung, daß es für eine Fachöffentlichkeit geschrieben und produziert wurde, drängt sich geradezu auf.

Wer Informationen zur Geschichte des Landes, zu seinen unterschiedlichen Ethnien, aber auch Themen wie Religion, Kultur, Sport und anderes sucht, wird zu anderen Büchern greifen müssen.

Das Fazit

Hier liegt ein politisches Buch auf hohem Niveau vor. Es wendet sich einem Land zu, daß nur wenige positive Schlagzeilen produzieren konnte.

Das Bild auf dem vorderen Buchcover spielt offensichtlich mit diesem Image, zeigt es Brände (eine brennende Öl-Pipeline?) in offenem Buschland.

Das Buch wendet sich offensichtlich an eine interessierte Fachöffentlichkeit, die sich mit der politischen Situation in Afrika auskennt.

Basisinformationen und Informationen für Touristen sind woanders erhältlich.

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