Heinrich Schipperges: Hildegard von Bingen

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Heinrich Schipperges: Hildegard von Bingen

Das Buch ist im Jahre 1995 im Verlag aus München erschienen. Es ist 123 Seiten schlank. Das Buch gehört zur der Buchreihe „Wissen in der Beck`schen Reihe“.

Die Inhaltsangabe

Folgt man der Inhaltsangabe auf dem hinteren, grünen Buchdeckel, wird der Leser in die Gedankenwelt der Hildegard von Bingen eingeführt. Es geht hier um die Naturkunde und Heilkunde, ihr Menschenbild, die göttliche Schöpfungsordnung, die Lesbarkeit der Welt, die Ordnung des Kosmos, die Heilsgeschichte und die Vollendung der Welt am Ende der Zeit. Das Buch geht also weit über das übliche Grundlagenwissen hinaus.

Der Autor

Heinrich Schipperges ist Jahrgang 1918. Der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie konnte sein Studium 1951 als Dr. med., 1952 als Dr. phil. und 1959 mit der Habilitation für Geschichte der Medizin abschließen. Bis zu seiner Emeritierung arbeitete er als Direktor am Institut für Geschichte der Medizin an der Universität Heidelberg. 90 Monographien und über 800 Beiträge in Fachzeitschriften gehören zu seinem publizistischen Werk. Ein besondere Bezug zu Hildegard von Bingen ist hier allerdings nicht zu erkennen.

Die Buchbesprechung

Das Buch bietet zu Beginn eine Biographie der Hildegard von Bingen. Unangenehm fällt dabei allerdings auf, daß das Buch zwar 4 Abbildungen enthält, diese Zeichnungen aber kein realistisches Bild der Hildegard (was ihr Aussehen anbelangt) oder (heutige) Fotos von ihren (damaligen) Wirkungsstätten abgeben.

Der Leser muß sich also auf die Sprache verlassen. Ob er sich dabei ein realistisches Bild des Mittelalters macht, sich machen kann, sei einmal dahingestellt.

Für den fachwissenschaftlichen Laien ist das Buch ein wenig schwer zu lesen. Es hat mehr den Charakter einer universitären Auseinandersetzung, nicht aber einer nichtakademikergerechten Heranführung an eine historische Persönlichkeit.

Dies zeigt sich an vielen Kleinigkeiten, etwa an den ständigen Ausdrücken in lateinischer Sprache und den literarischen Querverweisen, die nichts mit allgemeinverständlicher Ausdrucksweise zu tun haben. Im Grunde werden hier historische Fachkenntnisse und eine methodische Arbeitsweise als bekannt und vertraut vorausgesetzt, ohne daß man sie von einem Leser erwarten kann.

Der studierte Historiker kennt sich mit dem Deutschland des beginnenden 2. Jahrtausends aus. Er kennt das geistige, wirtschaftliche, soziale, kirchliche und soziale Umfeld der Hildegard von Bingen.

Bedingt durch diverse Zeitungsartikel und Buchveröffentlichungen konnte eine Hildegard von Bingen in den vergangenen Jahren eine zunehmende Bekanntheit erlangen. Wer mehr über die Hildegard erfahren möchte, sollte zu anderen Büchern greifen, die mehr seinem Wissensstand entsprechend und leichter verständliche geschrieben sind.

Das Fazit

Das Buch beschreibt eine historische Persönlichkeit. Ob sie hier angemessen vorgestellt wird, sei einmal dahingestellt.

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