Helmut Lindner: Buer im Wandel der Zeit

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

/ Fritz Pascoletti / Dieter Wiethölter: Buer im Wandel der Zeit; 2006; 128 Seiten; ISBN: 978-3-86680-050-2

Buer ist heute ein Stadtteil der Ruhrgebietsstadt Gelsenkirchen, die wir ja durch den Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 kennen. Als Ort gibt es Buer aber schon seit über 1.000 Jahren. Buer wurde im Jahre 1448 als „Freiheit Buer“ selbständig. Ein Wappen mit einer Linde wurde das Zeichen dieser Unabhängigkeit. Im Rahmen der Industrialisierung des Ruhrgebiets erlebte Buer einen wirtschaftlichen Aufschwung, der als „stürmisch“ beschrieben wird. In der Zeit von 1890 bis 1910 wuchs die Zahl der Einwohner deutlich, nämlich von 11.000 auf über 61.000 Menschen. 1922 war Buer dann Großstadt.

Lindner, Pascoletti und Wiethöfer engagieren sich der Inhaltsangabe zufolge seit vielen Jahren im Verein für Orts- und Heimatkunde Buer. Sie haben rund 200 zumeist unveröffentlichte Fotographien zusammengetragen, die beispielsweise die Zechen Hugo, Scholven, Ewald, Bergmannsglück und Bismarck sowie die Kokerei Hassel zeigen.

Das Buch gehört zur Bildbandreihe „Die Reihe Archivbilder“. Formal folgt das Buch dem Aufbau, wie er vom Verlag für diese Reihe vorgeschrieben ist. Es gibt eine zweiseitige Einleitung, die eine historische Rückschau auf Buer hält. Dann folgt der umfangreiche Bildteil. Die historischen Fotographien sind alle im selben Grauton enthalten; es gibt überall eine kurze erklärende Bildunterschrift. Es gibt ein bis zwei Abbildungen pro Seite.

So weit so gut. Im guten Sinne bemerkenswert ist, daß hier die örtliche Infrastruktur vorgestellt wird, also nicht unbedingt private Aufnahmen im Vordergrund stehen, sondern solche, die vorwiegend Gebäude, Straßenzüge und Kunst im öffentlichen Raum. Es gibt zwar – wie oben schon angedeutet – zwar auch die örtliche Industrie zu sehen. Interessant ist aber eher, daß ein deutlicher Schwerpunkt auf der lokalen religiösen Infrastruktur gelegt wird. Es mag Zufall, daß hier die katholische Fraktion bevorzugt wird. So deutlich wie in diesem Buch wird Kirche aber sonst nicht in der Archivbilder-Reihe hervorgehoben.

Es erstaunt schon ein wenig, daß der Verlag aus Ostdeutschland ein Buch gerade zu diesem Verlag herausgegeben hat. Daß es ein Buch über Schalke im Verlagsprogramm gibt, ist ja noch nachvollziehbar – schließlich ist dieser Stadtteil von Gelsenkirchen wesentlich prominenter. Offenbar muß es aber auch in Buer ein reges Interesse an der eigenen Geschichte geben.

Das Fazit

Vordergründig mag das Buch wie eine Allerweltsausgabe aus der Bildbandreihe erscheinen. Wer sich aber für die lokale Geschichte des heutigen Stadtteils von Gelsenkirchen interessiert, wird hier viele sehenswerte Details entdecken. Wer sich in der Geschichte des Ruhrgebietes ein wenig auskennt, wird viele Details entdecken, die für diese Region so typisch sind.

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