High Hopes

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Vocals
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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High Hopes

Bruce Springsteen. Smi Col (Sony Music) 2014, Audio CD, € 3,97

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

SPRINGSTEENS RESTE RAMPE!

Der Musiker:

wurde 1949 in New Jersey geboren und ist mit über 130 Millionen verkaufter Alben einer der erfolgreichsten Rockmusiker der Gegenwart. Seinen Spitznamen The Boss hat er noch aus der Anfangszeit seiner Karriere, als er seinen Bandmitgliedern die Gage in bar auszahlte. Ab 1965 trat Springsteen in kleinen Clubs auf. 1971 gründete er die Band, die der Vorläufer seiner späteren E Street Band wurde. 1972 erschien sein Debütalbum „Greetings From Ashbury Park, N.J.“, das wie sein zweites Album „The Wild, The Innocence And The E Street Shuffle“ kommerzielle Flops wurden. Der Durchbruch kam 1975 mit dem dritten Album „Born To Run“, dass sich unter den Top 5 der Charts platzierte. Mit dem Album „Born In The USA“ wurde Springsteen dann zum weltweiten Superstar. 20 Grammys, 1 Oscar und Welthits wie „I´m On Fire“, „Streets Of Philadelphia“ oder „Hungry Heart“ machen deutlich, das einer der ganz großen Rockmusiker ist. Auch auf der Bühne geben der Boss und seine Band alles. Kein Konzert geht unter drei Stunden. Der aktuelle Rekord liegt bei vier Stunden und sechs Minuten Spieldauer, aufgestellt in Helsinki beim Abschlusskonzert des europäischen Parts der Wrecking-Ball-Tour.

Das Album:

Das 18. Studioalbum „High Hopes“ ist im eigentlichen Sinne kein ganz neues Studioalbum. Vielmehr ist es eine Ansammlung von Outtakes, Coverversionen und Neuaufnahmen bereits bekannter Livesongs, von denen Bruce Springsteen sagt, dass es die Songs der letzten Jahre sind, die es endlich verdient haben, auf einem Album zu erscheinen. Und so gibt es auf diesen Songs auch ein Wiederhören mit den bereits verstorbenen E Street Musikern Danny Federici und Clarence Clemons. Außerdem lud der Boss den Gitarristen Tom Morello (Rage Against The Machine, Audioslave) ins Studio ein, der ihn bereits zweitweise als Gitarrist bei der letzten Tour begleitet hat.

Zwölf Songs hat Springsteen für dieses Album ausgewählt. Und ohne das Fazit vorwegnehmen zu wollen – andere Künstler schaffen es nicht reguläre Songs dieser Güte zu produzieren, was beim Boss nur Outtakes sind.

Der Titelsong „High Hopes“ ist seit der EP „Blood Brother“ bekannt und hat durch Tom Morello eine Frischzellenkur erhalten. Überhaupt hat sich die Arbeit mit dem Rockgitarristen sehr positiv bemerkbar gemacht. Dies kommt vor allem bei der gut sieben Minuten langen Rockversion von „The Ghost Of Tom Joad“ zum Ausdruck, bei dem Morello den Boss gesanglich unterstützt und den Song zum Ende hin mit einem schier unglaublichen Gitarrensolo veredelt.

Eine weitere Perle ist „American Skin (41 Shots)“, dass seit dem Jahr 2000 immer wieder zum Liverepertoire gehört und die Erschießung eines unbewaffneten farbigen Jungen durch die New Yorker Polizei thematisiert.

Auch Springsteens famose E Street Band kommt natürlich wieder zum Einsatz. Der verstorbene Clarence Clemons veredelt mit seinem Saxophon den Song „Harrys Place“ und Backgroundsängerin Patti Scialfa ist auf „Down In The Hole“ zu hören, dass ein wenig an „I´m On Fire“ erinnert. Beide Songs stammen aus den Aufnahmesessions zu dem Album „The Rising“.

Abgerundet wird das Album durch Songs, die Springsteens Wandlungsfähigkeit zeigen. Bei „Heaven´s Wall“ wandelt er auf Gospelpfaden und mit den Coversongs „Just Like Fire Would“ (von der australischen Punkband The Sainte) und „Dream Baby Dream“ (von der US Punk Band Suicide) zeigt er, dass er auch dieses Genre ausgezeichnet mit Leben füllen kann.

Trackliste:

01 – High Hopes

02 – Harry´s Place

03 – American Skin (41 Shots)

04 – Just Like Fire Would

05 – Down In The Hole

06 – Heavens´s Wall

07 – Frankie Fell In Love

08 – This Is Your Sword

09 – Hunter Of Invisible Game

10 – The Ghost Of Tom Joad

11 – The Wall

12 – Dream baby Dream

 

Fazit:

Bruce Springsteen hat im Verlauf seiner Karriere viele hervorragende Alben herausgebracht. Wenn man überlegt von welcher Güte seine Songs sind, die es seinerzeit nicht auf ein Album geschafft haben, kann man verstehen, warum er diesen Titeln mit „High Hopes“ eine Chance geben wollte. Das Album ist deutlich mehr als geschäftemachende Resteverwertung. Vielmehr ist es ein Album, dass dem Hörer zahlreiche Perlen präsentiert und das allein für die wirklich grandiose Rockversion von „The Ghost Of Tom Joad“ den Kauf rechtfertigt.

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