Hiltrud Leenders: Lavendel gegen Ameisen

Autorenwertung
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Lavendel gegen Ameisen

Hiltrud Leenders. Rowohlt Taschenbuch Verlag 2011, Taschenbuch, 256 Seiten, € 8,99

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Leenders / Bay / Leenders: Lavendel gegen Ameisen

Das Buch ist im Jahre 2011 im , Reinbek bei Hamburg, erschienen. Die Geschichte ist 255 Seiten lang.

Die Inhaltsangabe

Arno Landmann ist ein verschlossener und stockkonservativer Richter in Kleve. Er ist als strenger, aber auch gerechter, wenn auch ein wenig penibler Mensch bekannt. Feinde hat man als Richter genug. Das weiß man selbst dann, wenn man nicht in dem Beruf arbeitet. Und trotzdem ist die Bevölkerung in Kleve schockiert, als Landmann ermordet wird.

Helmut Toppe ist erst seit kurzer Zeit Kommissar. Für ihn wird der Fall zur Bewäherungsprobe. Als sich endlich ein Hauptverdächtiger herauskristallisiert, ist der patout nicht zu überführen. Die rettende Idee, die zur Überführung des Mörders führt, kommt der ermittelnden Mordkommission erst in letzter, fast schon allerletzter Sekunde.

Die Autoren

erblickte 1955 am Niederrhein das Licht der Welt. Sie arbeitet zunächst als Übersetzerin und Lyrikerin, bevor sie sich 1990 als Schriftstellerin selbständig machte.

Sie ist Mutter zweier Söhne. Hiltrud Leenders ist seit über 30 Jahren mit Artur Leenders verheiratet. Artur Leenders wurde 1954 in Meerbusch geboren. Er arbeitet als Unfallchirurg in Kalkar.

Michael Bay ist Jahrgang 1955. Geburtsort: Rheine. Er arbeitet als Diplompsychologe und Psychotherapeut.

Wieso das Autorenteam von Grafit, dem Ruhrgebietskrimiverlag aus Dortmund, nach Rowohlt gewechselt ist, darüber ist nichts an die Öffentlichkeit gedrungen. Sollte dem tatsächlich so gewesen sein, habe zumindest ich persönlich nicht mitbekommen.

Über den Verlag

Den Rowohlt-Verlag gibt es – mit Unterbrechungen – seit 1908. Ernst Rowohlt (* 23. Juni 1887 in Bremen, gestorben am 1. Dezember 1960 in Bremen) gründete ihn nicht nur, sondern ist auch der Namensgeber. Wenn ich mir die Artikel „Rowohlt Verlag“ sowie „Ernst Rowohlt“ in der Internetenzyklopädie Wikipidia anschaue, merke ich schnell, daß die Entwicklung eines Unternehmens nicht immer unbedingt gradlinig verlaufen muß. Rowohlt gehört seit 1982 zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Zum Programm gehören sowohl Sachbücher wie auch Belletristik; die Romane kenne ich persönlich am besten. Subjektive schätze ich sie als qualitativ gute Literatur.

Über das vorliegende Buch

Dem Buch kann ich entnehmen, daß hier einer der ersten beiden, bislang noch nicht veröffentlichten Romane des Trio Criminale vom Niederrhein um Kommissar Toppe und das Klever KK 11 vorliegt.

Warum wird das Buch erst jetzt veröffentlicht? Keine Traute der Autoren, damit an einen Verlag heranzutreten, zu der Zeit, als der Text entstanden ist? Oder war anfangs nur kein Verlag bereit gewesen, den Stoff zu veröffentlichen? Keine Ahnung. Sicher sind zumindest für mich zwei Sachen.

Erstens: Das Buch ist gut geschrieben. Auch wenn sich die Polizeikommissare anfangs fürchterlich verrennen und falsche Spuren verfolgen, macht das die Geschichte erst spannend. Wer ist der Täter? Kann er am Ende doch noch überführt werden? Wenn ja: Wie? Der Leser muß lange, aber nicht zu lange auf die Lösung warten. Ungewöhnlich dabei: Die Lösung wird nicht in einem Fließtext, sondern in Interviewform (!) präsentiert.

Zweitens: Die Kriminalromane der niederrheinischen Autorenmannschaft sind zwar in sich geschlossene Geschichten, bauen aber – unter zeitlichen Geschichtspunkten – aufeinander auf. Der Leser lernt so die berufliche und menschliche Entwicklung der jeweiligen Polizisten kennen.

Das vorliegende Werk bietet die Vorgeschichte der bislang veröffentlichten Bücher. Wäre es schön gewesen, es auch gleich zu Anfang, quasi als Erstlingswerk und Appetithäppchen angeboten zu bekommen? Ja, auf jeden Fall. Auch wenn die Charaktere noch nicht so ausgeprägt sind wie in den späteren Geschichten, so wird hier doch der Grundstock für die späteren Bücher gelegt. Das Buch ist zwar kein unverzichtbarer Bestandteil der Buchserie, ohne den es nicht geht. Es macht aber schon Sinn, die Leender`schen/Bay`schen Bücher in der „richtigen“ Reihenfolge zu lesen. Dann fällt das Verständnis doch leichter.

Das Fazit

Ein Fazit fällt mir persönlich hier leicht. Hie liegt gute Unterhaltung vor, die gefällt.

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