Himmel Auf

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  • Texte
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Himmel auf

Silbermond. Back2back Records/Columbia d (Sony Music) 2012, Audio CD, € 5,61

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

Himmel Auf von Silbermond

Die Band:

Schon mit ihrem Debütalbum „Verschwende Deine Zeit“ und der Single „Symphonie“ konnte die junge Band aus Bautzen ihren Durchbruch feiern. In ihrer weiteren Karriere sind Silbermond vor allem durch Balladen wie „Das Beste“ oder „Durch Die Nacht“ bekannt geworden, die jedoch nur einen kleinen Teil ihres musikalischen Spektrums ausmachen.

Und so avancierten Stefanie Kloß (Gesang), Johannes und Thomas Stolle (Bass sowie Gitarre und Klavier) und Andreas Nowak (Schlagzeug) in den letzten Jahren zu einer der erfolgreichsten deutschen Bands, die mit zahlreichen Preisen wie dem Echo, dem Comet, der 1Live Krone und einem MTV Europe Music Award ausgezeichnet wurde.

Neben den Livequalitäten ist es vor allem das soziale Engagement, dass der Band am Herzen liegt. Die Musiker pflegen ein sehr enges Verhältnis zu ihren Fans und haben schon zahlreiche Wohltätigkeitskonzerte gegeben.

Das Album:

Mit „Himmel Auf“ legen die vier Musiker nunmehr ihr viertes Studioalbum vor. Vergleicht man die vierzehn Titel des Albums mit früheren Songs, so fällt auf, dass die Produktion diesmal eine Spur größer und ausgefeilter daherkommt.

Klar, mit wachsendem Erfolg steigen auch die eigenen Ansprüche. Und vielen Bands, die mit zwei erfolgreichen Alben gestartet sind, ging beim dritten oder vierten Album die Luft aus. Diese Gefahr ist bei „Himmel Auf“ nicht gegeben.

Im Gegenteil. Wer Silbermond bisher nur im Radio wahrgenommen hat und sie auf Songs wie „Symphonie“ oder „Das Beste“ reduziert, wird angenehm überrascht sein. Musikalisch findet man Anleihen bei Coldplay, den Foo Fighters oder , ohne dass auch nur ein Song nach billiger Kopie klingt.

Silbermond sind in sich gewachsen und schaffen es, diese Anleihen in ihren eigenen Sound zu packen

Schon der Opener „Unter der Oberfläche“ macht neugierig und zeigt das musikalische Thema des Albums: ruhige Gitarren mit einer eingängigen Melodie. Doch schon der nächste Song stellt unter Beweis, dass Silbermond auch eine Rockband sind.

 „Gegen“ ist eine echte Livenummer und eine Abrechnung mit allen Misanthropen. Mit „Himmel Auf“ folgt der Titelsong, der erst nach dem zweiten oder dritten Hören richtig ins Ohr geht, dafür aber um so nachhaltiger gefällt.

Die weiteren Songs halten diesen Standard. „Weiße Fahnen“, „Du Fehlst Hier“ oder „Das Gute Gewinnt“ sind echte Glanzlichter. Vor allem „Weiße Fahnen“ macht deutlich, warum Silbermond 2006 mit dem Fred-Jay-Preis für ihre Texte ausgezeichnet wurden.

In diesem Song wird das Thema Kindersoldaten so einfühlsam und prägnant verarbeitet, dass man eine Gänsehaut bekommt. Natürlich darf auf einem Silbermond-Album eine klassische Ballade nicht fehlen. Mit dem schlichten „Ja“ hat die Band eine wahre Perle am Start. Eine wunderschöne Liebeserklärung, die durchaus das gleiche Hitpotential besitzt, wie seinerzeit „Das Beste“.

Trackliste:

01 – Unter Der Oberfläche

02 – Gegen

03 – Himmel Auf

04 – Wofür

05 – Ja

06 – Teil Von Mir

07 – Irgendwo In Der Mitte

08 – Für Dich Schlägt Mein Herz

09 – Weiße Fahnen

10 – Ans Meer

11 – Es Geht Weiter

12 – Waffen

13 – Du Fehlst Hier

14 – Das Gute Gewinnt 

Fazit:

Silbermond haben mit diesem Album einen weiteren Schritt nach vorne getan, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen. Die Attribute authentisch und sympathisch haben hier keinen negativen Touch.

„Himmel Auf“ ist ein hörenswertes Album, dass ein gutes musikalisches Spektrum besitzt und textlich komplett zu gefallen weiß.

Egal ob Statements über Freundschaft („Irgendwo In Der Mitte“, „Du Fehlst Hier“), oder Kriege („Weiße Fahnen“, „Waffen“) oder der Aufruf immer weiter zu machen („Es Geht Weiter“) – die Band trifft stets die richtigen Worte ohne kitschig, pathetisch oder anbiedernd zu sein.

Hinzu kommt, dass es Stefanie Kloß mit ihrer Stimme schafft, den Texten die nötige Intensität zu geben. Wer die Band aus Sachsen bisher nur am Rand wahrgenommen hat, sollte sich mit diesem Album intensiv auseinander setzen. Es lohnt sich!

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