Hiroshi Sugimoto

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Hiroshi Sugimoto

Kerry Brougher. Hatje Cantz Verlag 2007, Gebundene Ausgabe, 384 Seiten, € 299,00

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Hiroshi Sugimoto von und

Inhalt
Hiroshi Sugimoto (geboren 1948) ist ein japanischer Kunst-Fotograf – nein, der japanische Fotograf – der jedoch hauptsächlich in New York lebt und dort ein eigenes Studio hat. Er fotografiert ausschließlich schwarz-weiß mit ultralangen Belichtungszeiten. Heraus kommen Bilder, die stillzustehen scheinen, eine Momentaufnahme zu zeigen scheinen, aber über viele Stunden Belichtungszeit ein Kunstwerk zeigen, das es so kein zweiter Künstler hervorbringt: Ob es ein Kinosaal ist, dessen mit einem Film laufende Leinwand er abfotografiert (heraus kommt eine weiße Leinwand in einem gespenstisch anmutenden Saal), ob es eine Wasseraufnahme ist, dessen Wassermassen in trügerisch einfachen Kompositionen dargestellt sind, in dem eine Horizontlinie Wasser und Luft gleichmäßig abteilt, ob es seine Dioramen sind – das alles und noch viel mehr ist Sugimoto, dessen Fotografie auch als „unmögliche Fotografie“ bezeichnet wird.

Sugimoto arbeitet mit einer alten Plattenbildkamera des ausgehenden 19. Jahrhunderts, er überschreitet in seinen jüngeren Werken jedoch zunehmend die medialen Grenzen der Fotografie, um mit Skulpturen und Architektur den Raum zu besetzen. Seit den frühen 1990er Jahren findet Sugimotos Werk auch international große Anerkennung, natürlich aber hauptsächlich in Fachkreisen.

Der Bildband
Anlässlich verschiedener Ausstellungen in Europa – unter anderem auch 2007 in Düsseldorf, ist dieser Bildband über sein Leben und Werk entstanden. Er ist ein monumentales Werk von fast 400 Seiten. Wie bei den Ausstellungen, in denen er 65 Werke der Zeit von 1976 bis 2006 sowie eine Skulptur arrangiert hat, hat Sugimoto auch an dem vorliegenden Band mitgewirkt. Es zeigt, dass er in den letzten dreißig Jahren ein stilistisch und konzeptuell kohärentes Werk geschaffen hat. Auf rund 300 Seiten davon sind seine Werke abgebildet und beschrieben, teilweise mit seinen Kommentaren. Der Bildband ist dabei in 7 Kapitel unterteilt, und zwar in:

1. Vorwort
2. Meine Jugendzeit: Bilder der Erinnerung (Hiroshi Sugimoto)
3. Unmögliche Fotografie (Kerry Brougher)
4. Double Infinity – Über Anfang und Ende in Sugimotos neuesten Werken (Pia Müller-Tamm)
5. Abbildungen
6. Ausstellungen und Bibliographie
7. Verzeichnis der Abbildungen

Fazit
Es gibt insgesamt nur wenig Literatur über diesen Ausnahmekünstler – der hier vorliegende Band ist eine Ausnahme und eine sehr umfassende dazu. Die Tatsache, dass nicht nur Experten über den Künstler und sein Werk fachgerecht schreiben, sondern auch der Künstler selbst zu Wort kommt, ist für Bildbände und Ausstellungsdokumentationen jedoch sehr ungewöhnlich, verleiht dem Band jedoch einen sehr interessanten und aufschlussreichen zusätzlichen Wert. Denn: Einfach zu verstehen sind die einfach anzusehenden Fotografien wirklich nicht!

Sugimoto hat während der Ausstellung in Düsseldorf, bei deren Eröffnung er anwesend war, gesagt: „Viele Leute sagen, wenn sie meine Bilder sehen: Gib mir eine Kamera, solche Fotos kann ich auch schießen“, um dann fortzufahren mit der Erläuterung, wie seine Bilder entstehen – nach seinem Vortrag war atemlose Stille ob der Technik und der Vielschichtigkeit, die seinen Bildern innewohnt! Die Druckqualität des Bandes ist hervorragend und wird den Bildern von Sugimoto durchaus gerecht, obwohl das eigentlich sehr schwierig ist. Für jeden Kunstliebhaber, jeden Fotografen, jeden Kunststudenten ist dieser Band daher absolut empfehlenswert. Der einzige Nachteil ist dabei der sehr hohe Preis von etwa 200 Euro.

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