Höllentrip

Autorenwertung
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  • Gesamt
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Höllentrip

Helmut Splinter (Übersetzer). Goldmann Verlag 2010, Taschenbuch, 384 Seiten, € 0,37

Rezension von: Elmar | Rezensionsdatum:

„Höllentrip“ von 

Autor

James Patterson ist Verfasser einer Reihe von Thrillern und Kriminalromanen, die laut Klappentext bis 2010 in 27 Sprachen übersetzt und mit einer Gesamtauflage von 170 Millionen Exemplaren verbreitet wurden. Seine Popularität hat Patterson mit der Krimireihe um den Polizeipsychologen Alex Cross begründet.

Inhalt

Die 45-jährige Herzchirurgin Dr. Katherine Dunne ist Mutter dreier Kinder im Alter von zehn bis 18 Jahren, verwitwet, reich und zum zweiten Mal mit einem gerissenen Anwalt verheiratet. Sie ist im Beruf überaus erfolgreich und daher zeitlich eingespannt.

Als ihr bewusst wird, wie sehr ihre Kinder unter dem Mangel an Zuwendung leiden, startet sie gemeinsam mit Jake, dem Bruder ihres verstorbenenen ersten Mannes in der Rolle des Skippers, einen Segelausflug, der ihre Familie wieder näher zusammmenbringen soll. Ganze acht Wochen will sie zusammen mit ihren widerwillig teilnehmenden Kindern segelnd in den Gewässern der Karibik verbringen.

Ihr zweiter Ehemann, der Anwalt Peter, bleibt alleine zurück im heimatlichen New York, wo er sich aber bald nach dem Abschied von seiner nichtsahnenden Frau Kate mit seiner jungen Jus-Studentin Bailey über die Trennung von seiner Stieffamilie hinwegtröstet.

Ein Familienurlaub endet als Schiffbruch

Schon bald nach dem Auslaufen wird aus dem geplanten Segelausflug ein Höllentrip. Nur mühsam ist ein massives Leck im Schiffsrumpf notdürftig gedichtet, als auch schon ein Sturm aufzieht und das Schiff nach einem Blitzschlag mit einem gespaltenen und versengtem Hauptmast antriebslos zurücklässt. Zu allem Überfluß fällt auch noch die Funkverbindung zur Küstenwache während des Hilferufs unvermittelt aus, und die Stimmung der Familie sinkt in den sprichwörtlichen Keller.

Kates Schwager Jake erinnert sich schließlich wieder der Vorbildfunktion, die gerade er als Skipper für die Mannschaft haben sollte, und wirft Nichte, Neffen und Schwägerin zur Aufheiterung ins Meer. Als er selbst gerade den Fuß an die Reling setzt, um selbst nachzufolgen, erschüttert eine schwere Explosion das Segelboot und zerstört es vollständig.

Ab nun kämpft die Familie Dunne ums bloße Überleben in einer feindlichen Wasserwüste, ohne zu ahnen, dass alle diese unglücklichen Ereignisse von Kates zweitem Ehemann Peter von langer Hand geplant waren…

Fazit

Nach einem etwas mühsamen Anfang, in dem die sentimentale Vergangenheit der Hauptfigur und die wahrlich bedauerlich emotionale Situation der Familienmitglieder im Stil eines Herz-Schmerz-Kitschromans ausgewalzt wird, nimmt die Handlung ab dem Schiffbruch der Familie dann doch noch Fahrt auf und beschleunigt in einer Weise, die es dem Leser sehr schwer macht, den Krimi wieder aus der Hand zu legen.

Nach vielen Wendungen und Finten erreicht der Roman das zwar nicht unerwartete, aber doch spannend herbeigeschriebene große Finale. Zwar fordert  Patterson ein wenig Toleranz vom Leser, was die Logik der Handlung und die Zeichnung der Figuren betrifft, aber mit solchen Ansprüchen kann man in diesem Genre ohnehin nur bei wirklich Größen wie etwa Dan Brown oder Don Winslow rechnen.

Als Thriller-Snack für einen Nachmittag im Freibad oder einen freien Abend im Lesesessel ist „Höllentrip“ gerade richtig.

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