House of Night 9: Bestimmt

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Bestimmt

Christine Blum (Übersetzer). FISCHER FJB 2012, Gebundene Ausgabe, 544 Seiten, € 16,99

Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

9: Bestimmt

Die Vampire beissen wieder

Die intensive Verbindung mit Charakteren einer Jugendserie, wenn wir House of Night ganz plakativ einfach mal so nennen wollen, ist im Leben eines Jugendlichen etwas Wichtiges.

Ohne zu sehr in psychologische Initiationsriten eindringen zu wollen, ist dieses Eintauchen, Personifizieren und Verbinden mit Helden und Heldinnen aus den Lieblingsserien ein elementarer Bestandteil unserer Sozialkultur geworden.

Die Blüten mögen Erwachsene jedweder Generation verschrecken, mit dem Gespür für Empathie und Lebensentwicklung lässt sich dies eben aber erklären. Und wer zudem noch Spaß an knackigen Fantasyepen hat, kommt an House of Night natürlich nicht vorbei.

Die äußerst beliebte Serie eines amerikanischen Autorenduos (Mutter und Tochter – welch geniale Mischung aus Raison und Leidenschaft) führt Bestsellerlisten an und bringt Forenbeiträge im Internet hervor, die an Boygroup-Hysterie oder Leinwaldgrößen erinnern.

Fans können und wollen das Ende der Bücher nicht wahrhaben und leiden bei der Vorstellung, dass der nächste Erscheinungstermin noch in so ferner Zukunft liegt. Immerhin gibt es wieder Nachschub, in der zunächst auf zwölf Bände angelegten Serie.

Band Neun, Bestimmt, knüpft selbstredend an den Vorgänger an und ist, so viel vorneweg, deutlich stärker als Band Acht, der inhaltlich überhaupt nicht so recht vorankommen wollte.

Für Fans stellen sich die Fragen nach inhaltlicher Dichte oder literarische Kunstfertigkeit sowieso nicht, doch lässt sich festhalten, dass nach dem Tod von Zoeys (the little redbird, Star und Protagonistin der Serie, Internatsschülerin in der Vampirschule mit Extrafähigkeiten) Mutter vor allen Dingen emotionale Reife- und Entwicklungsprozesse ins Laufen gebracht werden.

Auch die Konstellation Zoey versus Neferet (als die Hohepriesterin des Bösen) spitzt sich zu, auch wenn zu Beginn Zoey durch den persönlichen Verlust deutlich schwächer erscheint.

Viele weitere Charaktere wie Rephaim, Kalona, Stark oder Lenobia haben ähnliche Krisenmomente zu durchstehen. So ist es vor allen Dingen ein Buch der charakteristischen Irrungen, Wirrungen und Wandlungen.

Besonders interessant und neu ist dabei das Gefäß (ein Charakter!) Aurox, das anfangs brutal wie ein Berserker, zum Ende hin aber seelischer, ja menschlicher daherkommt, eben weil sich dahinter oder vielmehr darin eine große Überraschung verbirgt.

Definitiv lässt sich sagen, dass Bestimmt eines der besten Bücher der gesamten Serie ist und die Schwächeperiode der letzten Bände ein Ende gefunden hat. Man merkt, dass es  so langsam aber sicher Richtung Ziellinie geht, dass endgültige und umwälzende Veränderungen anstehen, die mit Sicherheit (ganz Bestimmt!) Auswirkungen auf alles bisher Dagewesen haben werden.

Dazu gibt’s einen richtigen Showdown zum Ende hin und mächtig viel Spannung, die die bemitleidenswerten Hardcore-Fans wieder sehnsüchtig an den Fingernägeln knabbern lässt.

Fazit:

Eine Serie, die in letzter Zeit für Fans gedacht war, wird hiermit noch einmal richtig gut und lässt auch Neueinsteiger oder Fantasyfreaks aufhorchen. Ein dichter, charakteristisch intelligenter und vom Sprachstil her überzeugender Band Neun der Vampirsaga House of Night, die ganz Bestimmt so schnell nicht untergehen wird.

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