Human. :II: Nature.

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

SYMPHONIC POP MIT FOLK UND METALEINSCHLAG!

Die Band:

Seit vielen Jahren zählt die Band um Hauptkomponist und Mastermind zu den erfolgreichsten Metalbands aus Finnland. Ihre eigene Mischung aus klassischen Elementen, hartem Rock und Holopainens Liebe für bombastische Soundtracks haben der Band eine Mixtur gegeben, die weltweit Charterfolge mit sich brachte. Ihren Durchbruch feierten 2004 mit dem Album „Once“ und dem Singlehit „Nemo“. Als Sängerin war damals noch dabei. Nach der erfolgreichen Once-Tour trennte sich die Band von Turunen und verpflichtete mit deren Nachfolgerin. Das erste Album mit Olzon „Dark Passion Play“ erhielt weltweit gute Kritiken und etablierte die Sängerin fest in der Band. Im Verlauf der Imaginerum-Welttournee wurde Anette Ozon dann durch Floor Jensen ersetzt.

Das Album:

Seit dem letzten Studioalbum „“, welches mich nicht überzeugen konnte und einem etwas anderen Best-of-Album („Decades“) ging es für die finnischen Symphoniemetaller 2019 ins Studio. Zuvor war Tuomas Holopainen schon fleißig, hat er doch bereits im Frühjahr 2018 sechs Songs fertig komponiert. Nachdem Floor Jansen wieder zur Verfügung stand, die im März 2017 eine Tochter zur Welt brachte, ging es im August des letzten Jahres ins Studio. 

Das Resultat kann man jetzt hören. „Human. :II: Nature.“ lautet der ungewöhnliche Titel des Konzeptalbums, welches gar nicht als solches gedacht war. Erst im Verlauf des Komponierens stellte Toumas Holopainen fest, dass sich viele Texte mit den Themen Mensch und Natur beschäftigten. 

Nach einigen Hördurchgängen bin ich mir immer noch nicht sicher, was ich von diesem Album halten soll. Der im Vorfeld ausgekoppelte Titel „Noise“ klang typisch für Nightwish, offenbarte aber bereits das, was mir an „EFMB“ missfiel, nämlich das sich das alles wie schon mal gehört anhört. Ganz so ist es mit diesem Werk nicht, aber etwas Böse könnte man fragen, ist das wirklich noch Nightwish? Ist das die Band, die dem Symphonic Metal ihren Stempel aufgedrückt hat. Für meinen Geschmack lässt das Album vor allem einen Punkt doch sehr vermissen: Härte! Vielmehr lebt Toumas Holopainen seine Vorliebe für Musical und Filmmusiken aus. Sicher, das hat er auch schon zuvor getan, doch ein Album wie „Imaginerium“ hat da immer noch gut die Kurve bekommen. 

Hier ist es ein wenig anders. Das es bei „Music“ fast drei Minuten dauert, bis Floor Jensen das erste Mal zu hören ist, ist an sich gar nicht schlimm. Schlimm ist eher, dass man sehnlichst darauf wartet, denn der Anfang ist ziemlich einschläfernd. Auch der Rest ist eher mit den Attributen folkig, poppig und ein wenig klassisch zu versehen, und bei jeder anderen Band wäre ich wahrlich begeistert, doch wir reden hier von Nightwish! Der Band, die dem Hörer orchestrale Passagen und brettharte Riffs nur so um die Ohren gehauen hat. Und davon ist hier, bei allem Verständnis für die Weiterentwicklung einer Gruppe, nicht mehr viel übrig geblieben. 

Nach neun Tracks, die durch die gute Stimme von Floor Jansen getragen werden, kommt dann noch „All The Works Of Nature Which Adorn The World“, dass sich in acht Untertitel gliedert. Und spätestens hier war bei mir dann endgültig die Luft raus. Synthieklänge, Weltmusik, atmosphärische Melodien. Das kann man alles machen, nur hat es mit Nightwish wirklich noch am Rande etwas zu tun. Vielmehr lebt Tuomas Holopainne hier das aus, was er, wenn auch sehr gut, auf seinem Soloalbum „“ dargeboten hat. Vielleicht mag ich engstirnig sein, aber von Nightwish hatte ich was anderes erhofft. Das Album hat jedenfalls nichts mehr mit der Band zu tun, die ich mit „Once“ für mich entdeckt hatte. 

Trackliste CD 01:

01 – Music

02 – Noise

03 – Shoemaker

04 – Harvest 

05 – Pan

06 – How‘s The Heart

07 – Procession

08 – Tribal

09 – Endlessness

Trackliste CD 02:

10 – All The Works Of Nature Whic Adorn The World

   I. Vista

   II. The Blue

   III. The Green

   IV. Moors

   V. Aurorae

   VI. Quiet As The Snow

   VII. Anthropocene

   VIII. Ad Astra

Fazit:

Nightwish verabschieden sich auf „Human. :II: Nature.“ größtenteils vom Symphonic Metal und legen ein folk- und popgeschwängertes Album vor, dem hin und wieder ein paar harte Melodien untergejubelt werden. In Summe ist das viel zu wenig, zumal gerade die härteren Songs wie „Noise“ so klingen, als covert sich die Band selber. Schade, aber nach „Endless Forms Most Beautiful“ hatte ich sowas hier fast befürchtet. 

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