Ice Ages – Buried Silence

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Songtexte
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  • Melodie
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  • Produktion
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  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne

Buried Silence

Ice Ages. Napalm Records (Universal Music) 2008, Audio CD, € 19,94

Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Buried Silence

  1. Intro
  2. Buried Silence
  3. Regret
  4. From Grey To…
  5. Icarus
  6. Through The Mirror
  7. Essential Loss
  8. Enemy Inside
  9. Tormented In Grace
  10. Curse

Ice Ages, das Industrialprojekt

Bei Ice Ages handelt es sich um ein Sideprojekt des Öserreichers Richard Lederer, der Szeneinsidern u.a. mit seiner Dark Wave-Band Die Verbrannten Kinder Evas oder der Black Metal-Formation Summoning ein Begriff sein dürfte. Ice Ages steht für treibenden elektronischen Industrial mit genretypischen leicht verzerrten Vocals.

Buried Silence, das Album

Buried Silence beginnt mit einem schweren Industrialintro, die Synthies flirren und brodeln nur vor sich hin, der Sound kommt insgesamt sehr martialisch rüber, als würde man direkt nach der Weltherrschaft greifen, durchbrochen wird diese Stimmung durch eine typische Synthiemelodie, die dem Stück recht eingängig werden lässt.

Diese Art von Härte wird sich auch in allen anderen Stücken vortsetzen. Man hat es hier wirklich mit endzeitlichen Klängen aus einer düsteren Zukunft zu tun, sicherlich nichts für gemütliche Sommerabende. Stücke wie das Titelgebende „Buried Silence“, „Regret“ und „Essential Loss“ klingen wie der Abgesang auf das Morgenland.

Auch das Cover des Albums ist sehr düster gehalten, aus der Schwärze der Dunkelheit sieht man irgendein sehr Industriebauteil oder ähnliches, was die Roheit und minimalistische Ader dieses Albums erahnen lässt und perfekt auf die Stimmung, die verbreitet wird, zurecht geschnitten ist.

Als Kritikpunkt lässt sich anfügen, dass die Sounds im Verlauf des Albums alle recht ähnlich klingen und etwas beliebig wirken. Gerade das letzte Stück „Curse“ ist mit seinen 22 Minuten schwerverdaulich und könnte so einige Hörer abschrecken. Die Vocals von Mr. Lederer sind etwas eindimensional, was aber Fans dieser Musikrichtung nicht sonderlich stören dürfte. Es gehört zum Industrial nun einmal dazu, dass die Musik wie von Maschinenfabrik erzeugt klingt, der Mensch und damit auch alle emotionalen Gefühle treten in den Hintergrund, ja, sind gänzlich unerwünscht, der Mensch ist nur noch ausführendes Organ und besitzt keinen eigenen Willen mehr.

Fazit

Acht Jahre mussten Fans des Industrialprojekts warten, bis Lederer nach langer Verspätung endlich das dritte Ice Ages-Album veröffentlichen konnte. Das Warten dürfte sich insoweit gelohnt haben, als Buried Silence nicht mehr und auch nicht weniger zu bieten hat als soliden Industrial, der zwar in der Discographie der Formation keine wirklichen neuen Akzente setzt, aber dennoch durch seine Mischung aus harten Elektrosounds und gelegentlichen Ambienteinschüben zu gefallen weiß. Für mich ist das Album recht stimmig, auch wenn es etwas abwechslungsreicher hätte sein dürfen. Ich kann nur hoffen, dass nicht erst wieder acht Jahre ins Land gehen müssen bis wir das nächste Ice Ages Album in den Händen halten dürfen. Das Album bietet guten Durchschnitt.

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