Im Clinch

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Im Clinch

Volker Behrens (Herausgeber). Rowohlt Buchverlag 2011, Gebundene Ausgabe, 256 Seiten, € 24,95

Rezension von: Registano | Rezensionsdatum:

Im Clinch“ heißt eine Art Biographie des Hamburger Regisseurs Fatih Akin, die im erschienen ist. „Art Biographie“ bedeutet, dass das Buch keine geschriebene Biographie im eigentlichen Sinne ist. Es hat sich also kein Autor hingesetzt und das Leben und Schaffen des 1973 geborenen Türken, der in Hamburg aufwuchs und lebt, aufgeschrieben. Und auch Akin, der natürlich Erfahrung mit Drehbüchern hat, hat sich nicht selbst an seinen Laptop gesetzt und sein Leben aufs Papier gebracht. Dazu wäre er auch noch zu jung. Stattdessen hat er erzählt, wobei aber weniger Lebensweisheiten als sein Filmschaffen im Mittelpunkt stehen. „Im Clinch“ ist also eine Art Oral History. Und so heißt der Untertitel des Buches auch nicht grundlos „Die Geschichte meiner Filme“.

Als Jugendlicher wollte Fatih Akin Schauspieler werden. Er hat auch einige Rollen gespielt, aber wie es oft so ist im Leben, hatte er plötzlich die Rolle des Regisseurs inne. Sein erster großer Film „Kurz und Schmerzlos“ und war ein Erfolg. Im zweiten Film „Im Juli“ spielten Moritz Bleibtreu und Christiane Paul die Hauptrollen, also große Namen. Auch der  folgende „Solino“, wiederum mit Moritz Bleibtreu in tragender Rolle, war ein Erfolg. Der ganz große Durchbruch gelang mit „Auf der anderen Seite“, einem fast poetischen Film, der international Geld verdiente. In der Türkei wird er wegen des Themas und wegen des Regisseurs als türkischer Film gesehen, aber das anspruchsvolle Meisterwerk hatte auch zum Beispiel in den USA Erfolg. Und das gelingt bekanntlich nur selten deutschen Filmen. Das Anschlusswerk „Soul Kitchen“ war wiederum eine kleine Komödie, die Fatih Akins Ruf weiter festigte. Und klar machte, dass ein ganz Großer heran wächst.

„Ich bin kein Deutscher oder Türke, ich bin Hamburger“, sagte Fatih Akin so oder so ähnlich einmal über sich. Es ist auch im Buch nachzulesen. Er ist aber vor allem treu, steht zu seinen Leuten, hat ein Team um sich geschart, dem er vertraut. Möglich, dass er bald in den USA tätig sein wird, wo er bereits einen Kurzfilm drehte. Kontakte zu den Großen der Branche bestehen, wie man dem Buch entnehmen kann.

Fazit:

Als Fazit bleibt festzustellen, dass Fatih Akin ganz einfach ein Filmjunkie ist. Er beleuchtet die Hintergründe seiner Filme in diesem Buch, was wirklich sehr interessant ist. Er erzählt aber auch über seine Einflüsse. Die 236 Seiten plus Anhang Seiten lassen sich schnell und flüssig lesen. Man sollte Akins Filme kennen und mögen, aber man sollte vor allem an Filmen interessiert sein, dann ist „Im Clinch“ eine Anschaffung wert. Mit wem Akin „Im Clinch“ liegt, bleibt jedoch offen. Denn genau das scheint der Regisseur zu sein: ein offener Mensch.

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