Im Herzen Beduinin : Eine Liebe, die alle Unterschiede überwindet

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Im Herzen Beduinin

Ursula Pesch (Übersetzer). Blanvalet Taschenbuch Verlag 2008, Taschenbuch, 384 Seiten, € 11,93

Rezension von: katharina | Rezensionsdatum:

Im Herzen Beduinin: Eine Liebe, die alle Unterschiede überwindet

Inhalt
Es scheint eine klassische Geschichte zu sein: Zwei Freundinnen, beide Anfang 20, reisen Ende der 70er Jahre in den Mittleren Osten um einmal der zivilisierten westlichen Tristesse zu entkommen. In Jordanien angekommen, besuchen die beiden die Höhlenstadt Petra und lernen dort den Souvenirverkäufer Mohammad kennen, der ihnen die Atmosphäre der Felsenstadt Petra näher bringt. Beide Frauen möchten noch länger in Petra bleiben, und Mohammad zeigt Ihnen deshalb einen Platz zum Übernachten. Mohammad spricht sehr gut Englisch, da er lange Zeit als Touristenführer in Akaba gearbeitet hat. Marguerite verliebt sich in Mohammads sympathische, offene Art und seinen unvergleichlichen Humor. Sie beschließt, bei ihm zu bleiben.

Von nun an nimmt sie den Leser mit auf eine Reise in eine neue Kultur. Man erfährt, wie es sich in einer 2000 Jahre alten Höhle lebt, wie man als hochschwangere Frau Ausflüge in die Wüste überlebt und wie man ein Unternehmen aus dem Boden stampft. Queen Elizabeth und Königin Nur von Jordanien besuchen Marguerite und ihre Familie in ihrer Höhle. Beide Königinnen scheinen von Marguerites Lebensstil gleichermaßen fasziniert und „irritiert“ zu sein. Die Ehe von Mohammad und Marguerite verläuft trotz aller Bedenken von Marguerites Familie harmonisch, und Mohammad behandelt seine Frau gut. Marguerite muss zwar zum moslemischen Glauben konvertieren, um Mohammad heiraten zu können, weitere Zugeständnisse verlangt Mohammad jedoch nicht von ihr.

Marguerite tauscht zwar nach einiger Zeit ihre Jeans gegen lange Kleider und bindet sich ein Kopftuch um, doch das hat für Sie praktische Gründe. Für Marguerite ist es ebenfalls von Vorteil, dass Mohammads Eltern bereits tot sind, und kein Onkel als Clanchef bestimmt, was sie zu tun hat. Mohammad und Marguerite bekommen eine Tochter und zwei Söhne, die ihre ersten Jahre in der Höhle von Petra verbringen. Mohammad entpuppt sich als begabter Handwerker, der viele Dinge aus der westlichen Kultur einfach nachbaut. So ist die Höhle von Mohammad und Marguerite beispielsweise die einzige Höhle im Dorf, die mit Fenstern ausgestattet ist.

Doch die Zeit in der Höhle endet, als die jordanische Regierung ihren Beschluss langsam in die Tat umsetzt und alle Höhlenbewohner in Wohnsiedlungen umquartiert. Für Marguerite und Mohammad beginnt ein neuer Abschnitt, der seinen Anfang mit der Eingewöhnung in die neue Wohnsituation nimmt. Die Kinder werden größer, doch Marguerite und Mohammad sind glücklich miteinander und unternehmen sowohl alleine als auch mit den Kindern verschiedene Reisen – bis Mohammad im Jahr 2002 schwer erkrankt.

Die Autorin
Marguerite von Geldermalsen lebt mit ihren Eltern, zwei Brüdern und einer Schwester in Neuseeland. Nach Ihrem Schulabschluss arbeitete sie in einer Einrichtung für geistig behinderte Kinder. Seit dem Tod ihres Mannes im Jahr 2002 lebt sie teils in Sydney und teils in Jordanien. Besucht man die Touristenstadt Petra, kann man noch das Glück haben und sie am Souvenirshop der Familie treffen, wo sie ihren Sohn regelmäßig beim Verkauf von Souvenirs unterstützt.

Fazit
Während der Lektüre von „Im Herzen Beduinin: Eine Liebe, die alle Unterschiede überwindet“ wartet man förmlich darauf, die negativen Aspekte eines Beduinenlebens vor Augen geführt zu bekommen. Doch hier wird man auf positive Art und Weise enttäuscht, denn versteht es, die Nachteile, die ihre Entscheidung mit sich bringt, gekonnt und charmant zwischen den Zeilen unterzubringen. Dieses Buch regt zum Nachdenken darüber an, ob die Reizüberflutung und der Konsum in unserer westlichen Kultur wirklich notwendig ist.

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